{"id":10889,"date":"2025-09-19T15:09:11","date_gmt":"2025-09-19T13:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/esportsinsider.com\/de\/?p=10889"},"modified":"2025-09-19T15:09:13","modified_gmt":"2025-09-19T13:09:13","slug":"ist-esport-sport-oder-nicht-und-spielt-das-ueberhaupt-eine-rolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/esportsinsider.com\/de\/2025\/09\/ist-esport-sport-oder-nicht-und-spielt-das-ueberhaupt-eine-rolle","title":{"rendered":"Ist eSport Sport oder nicht – und spielt das \u00fcberhaupt eine Rolle?"},"content":{"rendered":"
eSport ist l\u00e4ngst kein Nischenthema mehr. Millionen Menschen verfolgen internationale Turniere, Stars wie \u201es1mple\u201c oder \u201eFaker\u201c genie\u00dfen Kultstatus, und gro\u00dfe Marken investieren Millionenbetr\u00e4ge in Teams, Ligen und \u00dcbertragungsrechte. Und doch bleibt eine Frage hartn\u00e4ckig bestehen: Ist das \u00fcberhaupt Sport?<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
Was auf den ersten Blick vielleicht banal klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch hoch relevante Debatte. Denn je nachdem, wie eSport definiert wird, ergeben sich weitreichende Konsequenzen \u2013 von der F\u00f6rderung im Jugendbereich bis zur Anerkennung auf olympischer Ebene. Aber bevor wir kl\u00e4ren, ob eSport Sport ist oder nicht, m\u00fcssen wir eine grundlegendere Frage stellen: Was ist eigentlich Sport?<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
Wer Sport lediglich mit Schwitzen, Muskelaufbau und Ausdauerlauf gleichsetzt, wird eSport schnell als Nicht-Sport abtun. Doch der Begriff ist vielschichtiger. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) definiert Sport als \u201ek\u00f6rperliche Bet\u00e4tigung mit spielerischem Charakter und dem Ziel der Leistungssteigerung\u201c. Diese Definition ist allerdings nicht in Stein gemei\u00dfelt. Sie ist kulturell gepr\u00e4gt und ver\u00e4ndert sich mit der Zeit.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
Ein gutes Beispiel f\u00fcr die Dehnbarkeit des Begriffs ist Schach. Auch hier fehlt es an nennenswerter k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t. Trotzdem wird Schach von vielen Sportverb\u00e4nden \u2013 unter anderem auch vom DOSB \u2013 als Sport anerkannt. Warum? Weil es um Wettbewerb, K\u00f6nnen, Training und strategisches Denken geht. All diese Merkmale finden sich auch im eSport \u2013 oft sogar in intensiverer Form.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
Der Mythos vom \u201efaulen Zocker\u201c h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig \u2013 auch in Teilen der Sportwelt. Dabei wird h\u00e4ufig \u00fcbersehen, wie viel k\u00f6rperliche und mentale Leistung eSport tats\u00e4chlich verlangt.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
K\u00f6rperlich<\/strong> betrachtet steht eSport weitaus n\u00e4her am Hochleistungssport, als viele vermuten. Reaktionszeiten im Millisekundenbereich, blitzschnelle Auge-Hand-Koordination und feinmotorische Pr\u00e4zision auf h\u00f6chstem Niveau sind Grundvoraussetzung. Profispieler f\u00fchren pro Minute bis zu 400\u2013500 Aktionen aus \u2013 sogenannte APM (Actions per Minute). Zum Vergleich: Im Hochleistungsschach liegt die durchschnittliche Zahl bei 30\u201340 Z\u00fcgen pro Stunde.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Doch damit nicht genug. Stundenlanges Sitzen vor dem Bildschirm f\u00fchrt zu Haltungssch\u00e4den, Verspannungen, Augenerm\u00fcdung und \u2013 besonders gef\u00e4hrlich \u2013 dem Karpaltunnelsyndrom. Viele Profis sind davon betroffen. Besonders Spiele wie \u201eStarCraft II\u201c oder \u201eValorant\u201c verlangen eine enorme Klickrate und sind mit dauerhafter Belastung der Handsehnen verbunden. Auch Konzentrationsprobleme und Schlafmangel durch sp\u00e4te Spielzeiten und Reisen sind nicht selten.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n\n Mental<\/strong> fordert eSport den Spielern ebenso alles ab. Wer auf Weltniveau spielt, muss \u00fcber mehrere Stunden hinweg auf Hochspannung arbeiten. Anders als im Fu\u00dfball oder Handball gibt es kaum Spielunterbrechungen, keine Halbzeitpause. Matches werden oft direkt hintereinander gespielt, mit kaum Gelegenheit zur Erholung. Der permanente Druck, performen zu m\u00fcssen \u2013 oft im Livestream vor tausenden Zuschauern \u2013 schl\u00e4gt auf die Psyche.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Burnouts, Depressionen und \u00dcberforderung sind in der eSport-Szene kein Tabuthema mehr. Gro\u00dfe Organisationen wie Fnatic oder Team Liquid besch\u00e4ftigen inzwischen Psychologen, um ihre Spieler zu unterst\u00fctzen. Vergleichbar mit dem Umgang im Profisport.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Wer denkt, dass eSport-Profis den ganzen Tag nur sitzen und \u201ezocken\u201c, liegt weit daneben. Top-Teams arbeiten mit durchstrukturierten Tagespl\u00e4nen, die dem klassischen Leistungssport in nichts nachstehen \u2013 sowohl digital als auch k\u00f6rperlich. Besonders eindrucksvoll zeigt das das d\u00e4nische CS:GO-Team Astralis<\/a>, das mit einem interdisziplin\u00e4ren Coaching-Ansatz arbeitet.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Der Tag bei Astralis beginnt nicht mit dem PC, sondern im Fitnessraum.<\/strong> Nach dem Sport folgt eine mentale Einheit. Achtsamkeitstraining, Visualisierungs\u00fcbungen oder fokussierte Atemtechniken geh\u00f6ren zum Programm. Hier geht es darum, Konzentrationsf\u00e4higkeit zu verbessern und mit dem enormen psychischen Druck besser umgehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Erst dann geht es an den Rechner.<\/strong> Auch der Abend folgt keinem Zufallsprinzip.<\/strong> Unterst\u00fctzt wird das Ganze von einem professionellen Umfeld: Sportpsychologen, Fitnesstrainer, Ern\u00e4hrungsexperten und Mentalcoaches begleiten das Team. Coaches wie Mikkel Hjuler<\/strong> und Signe Find<\/strong> sorgen daf\u00fcr, dass kein Bereich vernachl\u00e4ssigt wird \u2013 ein ganzheitlicher Ansatz, der sich auch in den Erfolgen des Teams widerspiegelt.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Was macht Sport eigentlich aus? Wettbewerb. Regelwerk. Training. Zielstrebigkeit. Zuschauer. All das trifft auch auf eSport zu \u2013 vielleicht sogar noch st\u00e4rker als in vielen olympischen Disziplinen.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Nehmen wir den Biathlon oder das Sportschie\u00dfen. Hier geht es nicht um athletische H\u00f6chstleistung im klassischen Sinne, sondern um Konzentration, Ruhe und pr\u00e4zise Technik. Kaum jemand w\u00fcrde behaupten, dass das keine Sportarten sind. Der Unterschied zum eSport? Eher die kulturelle Akzeptanz als die inhaltlichen Kriterien.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Zudem hat sich auch der Leistungsgedanke im Sport ver\u00e4ndert. Fr\u00fcher stand k\u00f6rperliche \u00dcberlegenheit im Fokus. Heute geht es mehr um Ganzheitlichkeit, Strategie und mentale St\u00e4rke. Genau das ist es, was eSport in h\u00f6chster Perfektion verk\u00f6rpert.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Die Frage, ob eSport als Sport anerkannt wird, ist nicht nur philosophisch \u2013 sie ist hochpraktisch. Denn mit der offiziellen Anerkennung durch Sportverb\u00e4nde oder das Innenministerium in Deutschland w\u00e4ren T\u00fcren ge\u00f6ffnet, die heute noch verschlossen bleiben.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n F\u00f6rdermittel und Infrastruktur: Visa-Vergabe:<\/strong> Integration in Schulen und Bildung:<\/strong> So deutlich die Argumente f\u00fcr die sportliche Relevanz des eSports sind, so emotional ist der Widerstand. F\u00fcr viele Menschen \u2013 vor allem au\u00dferhalb der Gaming-Community \u2013 ist \u201eSport\u201c noch immer gleichbedeutend mit k\u00f6rperlicher Leistung. eSport wird als \u201esitzen und klicken\u201c wahrgenommen \u2013 als Gegenteil von Bewegung, Fitness und \u201eechtem Schwitzen\u201c.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Hinzu kommt ein oft unausgesprochener Generationenkonflikt. W\u00e4hrend junge Menschen eSport l\u00e4ngst als integralen Bestandteil ihrer Kultur sehen, bleibt er f\u00fcr viele \u00c4ltere ein unverst\u00e4ndliches Ph\u00e4nomen. Nicht selten spielt auch die Angst eine Rolle, dass durch die Anerkennung digitaler Leistungen traditionelle Werte entwertet werden k\u00f6nnten \u2013 etwa der Einsatz auf dem Fu\u00dfballplatz oder in der Leichtathletikhalle.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Ein weiterer Faktor: wirtschaftliche Interessen. F\u00f6rdermittel im Sportbereich sind begrenzt \u2013 und wenn eSport als Sport anerkannt wird, m\u00fcssten diese Mittel anders verteilt werden. Das erzeugt politischen Widerstand, auch von traditionellen Verb\u00e4nden.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Dass die offizielle Anerkennung von eSport als Sport nicht blo\u00df eine Frage des Prestiges ist, zeigt sich an den weitreichenden Auswirkungen auf Institutionen, Strukturen und Chancen f\u00fcr junge Talente. Es geht nicht nur darum, ob eSport \u201erespektabel\u201c genug ist \u2013 sondern darum, wie gleichberechtigt sich diese Disziplin entwickeln darf.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Vereinsstruktur und Gemeinn\u00fctzigkeit:<\/strong> Beispiel aus der Praxis:<\/strong> Trotz aller Fortschritte und Erfolge bleibt der Widerstand sp\u00fcrbar \u2013 nicht nur auf Funktion\u00e4rsebene, sondern auch in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung. Viele Kritiker f\u00fchren \u00e4hnliche Argumente an:<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n \u201eeSport ist nicht k\u00f6rperlich genug.\u201c<\/strong> \u201eGaming ist suchtgef\u00e4hrdend.\u201c<\/strong> \u201eGewalt in Spielen disqualifiziert eSport.\u201c<\/strong> Interessanterweise braucht der eSport den Stempel \u201eSport\u201c nicht zwingend, um zu florieren. Die Branche boomt: Turniere f\u00fcllen ganze Arenen, Preisgelder im Millionenbereich sind keine Seltenheit, und junge Menschen identifizieren sich st\u00e4rker mit eSport-Stars als mit traditionellen Sportidolen.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Zahlen & Fakten:<\/strong><\/p>\n\n <\/div>\n\n\n\n Auch Unternehmen wie Red Bull, Mercedes-Benz oder Adidas sind l\u00e4ngst Partner gro\u00dfer Teams oder Ligen. Die Akzeptanz w\u00e4chst also \u2013 auch ohne formale Etikettierung.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Ein oft \u00fcbersehener Aspekt in der Diskussion ist die Bildungs- und Berufswelt rund um den eSport. Viele Universit\u00e4ten bieten mittlerweile Studieng\u00e4nge zu eSport-Management, Game Studies oder interaktiver Mediengestaltung an. Sch\u00fcler*innen k\u00f6nnen in eSport-AGs Teamf\u00e4higkeit, Probleml\u00f6sung und Medienkompetenz erlernen \u2013 F\u00e4higkeiten, die in modernen Arbeitswelten hoch gesch\u00e4tzt sind.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Beispiel Hochschule f\u00fcr angewandtes Management (HAM):<\/strong><\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Dort wird seit 2018 ein Bachelor-Studiengang im Bereich eSports Management<\/a> angeboten \u2013 mit Praxisphasen in Clubs und Turnieren. Auch internationale Universit\u00e4ten ziehen nach, etwa in den USA oder Schweden.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n eSport als Bildungsplattform und berufliche Zukunftsoption steht also bereits \u2013 ganz unabh\u00e4ngig von der Sportdefinition. Doch eine offizielle Anerkennung k\u00f6nnte hier helfen, die Angebote st\u00e4rker in die Fl\u00e4che zu tragen und finanziell abzusichern.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Ob eSport als Sport z\u00e4hlt oder nicht, ist letztlich auch eine Frage der kulturellen Offenheit. Gesellschaften entwickeln sich, Lebensrealit\u00e4ten ver\u00e4ndern sich. W\u00e4hrend fr\u00fchere Generationen sich auf Bolzpl\u00e4tzen trafen, treffen sich viele Jugendliche heute in Online-Lobbys \u2013 aber mit denselben Grundmotiven: Wettkampf, Teamplay, Verbesserung.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Es geht also nicht um eine Entwertung von Bewegung oder traditionellen Disziplinen \u2013 sondern um die Erweiterung des Verst\u00e4ndnisses davon, was sportliche Leistung im 21. Jahrhundert bedeuten kann.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n Am Ende steht vielleicht die Erkenntnis: Die Diskussion, ob eSport Sport ist oder nicht, ist in vielen Punkten eine Scheindebatte. Denn was wirklich z\u00e4hlt, ist die W\u00fcrdigung der Leistung, der Strukturen, der sozialen Dimension und der Professionalit\u00e4t \u2013 unabh\u00e4ngig vom Label.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n eSport ist eine Disziplin, die Disziplin erfordert. Er verbindet Menschen auf der ganzen Welt, schafft Werte, Karrieren und Inspiration. Ob man das nun Sport nennen will oder nicht \u2013 spielt das \u00fcberhaupt eine Rolle?<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" eSport ist l\u00e4ngst kein Nischenthema mehr. Millionen Menschen verfolgen internationale Turniere, Stars wie \u201es1mple\u201c oder \u201eFaker\u201c genie\u00dfen Kultstatus, und gro\u00dfe Marken investieren Millionenbetr\u00e4ge in Teams, Ligen und \u00dcbertragungsrechte. Und doch bleibt eine Frage hartn\u00e4ckig bestehen: Ist das \u00fcberhaupt Sport? 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So trainieren eSport-Teams wirklich<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
<\/strong> Physisches Training ist fester Bestandteil der t\u00e4glichen Routine. Laufband, Mobilit\u00e4ts\u00fcbungen, Krafttraining \u2013 individuell angepasst auf die Belastung der Spieler. Ziel ist es, k\u00f6rperliche Ausdauer, Haltung und Verletzungspr\u00e4vention zu f\u00f6rdern. Denn langes Sitzen, schnelle Reaktionen und hohe Belastungen der Handgelenke fordern auch k\u00f6rperlich ihren Tribut.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
<\/strong> Der Nachmittag ist typischerweise den sogenannten \u201eScrims\u201c gewidmet \u2013 Trainingsmatches gegen andere professionelle Teams. Dabei werden gezielt Taktiken geprobt, Kommunikation im Team trainiert und Spielsituationen simuliert. Zwischen den Einheiten erfolgt regelm\u00e4\u00dfig eine Analyse, bei der gemeinsam mit den Coaches Fehler besprochen und Strategien angepasst werden.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
<\/strong> Hier steht individuelles Training auf dem Plan: Reflex\u00fcbungen, Aim-Training, Solo-Matches oder spezifische Rollenarbeit. Ziel ist es, pers\u00f6nliche Schw\u00e4chen auszumerzen und das Skillset zu erweitern. Der Tag endet mit Regeneration \u2013 bewusstem Runterkommen, Dehnen oder leichten Aktivit\u00e4ten zur Erholung.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\nDer eSport im Vergleich zu traditionellen Sportarten<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
Was eine offizielle Anerkennung f\u00fcr eSport bedeuten w\u00fcrde<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
<\/strong>Viele Vereine, insbesondere im l\u00e4ndlichen Raum, k\u00f6nnten dann eSport-Angebote in ihre Strukturen integrieren \u2013 mit finanzieller Unterst\u00fctzung, R\u00e4umen, Trainern und Nachwuchsarbeit. Tats\u00e4chlich gibt es schon heute traditionelle Sportvereine mit eSport-Abteilungen. Der Hamburger SV, Hertha BSC, der VfB Stuttgart oder Dynamo Dresden<\/a> betreiben eigene eFootball-Teams. Auch kleinere Clubs wie der TSV Burgdorf oder der ETV Hamburg f\u00f6rdern gezielt eSport-Angebote f\u00fcr Jugendliche.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
<\/strong>F\u00fcr internationale Events (wie das \u201eLeague of Legends Worlds\u201c-Finale oder \u201eThe International\u201c in Dota 2) sind Visa-Fragen oft ein Problem. In L\u00e4ndern wie den USA gelten eSportler nicht als \u201eAthleten\u201c \u2013 was zu Einreiseschwierigkeiten f\u00fchrt. Eine offizielle Sportanerkennung w\u00fcrde diesen Teams den globalen Wettbewerb erleichtern.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
<\/strong>Viele Bildungseinrichtungen beginnen bereits damit, eSport als p\u00e4dagogisches Werkzeug zu nutzen \u2013 etwa zur F\u00f6rderung von Teamf\u00e4higkeit, digitaler Medienkompetenz oder strategischem Denken. Mit einer Anerkennung als Sport k\u00f6nnte eSport fester Bestandteil von AGs, Turnieren oder sogar Lehrpl\u00e4nen werden.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\nZwischen Akzeptanz und Ablehnung: Warum die Frage polarisiert<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
Warum die Anerkennung dennoch entscheidend ist<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
<\/strong>In Deutschland sind viele sportliche Strukturen an den Status der Gemeinn\u00fctzigkeit gebunden \u2013 und damit an die Anerkennung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Das bedeutet: Nur wenn eSport als Sport anerkannt ist, k\u00f6nnen entsprechende Vereine steuerlich gef\u00f6rdert werden, Zugang zu \u00f6ffentlichen Sportst\u00e4tten erhalten oder auf staatliche F\u00f6rdergelder zugreifen. Aktuell entstehen eSport-Vereine oft als eigenst\u00e4ndige Organisationen, die ihre Infrastruktur m\u00fchsam selbst aufbauen m\u00fcssen.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
<\/strong>In Nordrhein-Westfalen f\u00f6rdert die Landesregierung bereits gezielt eSport-Initiativen \u2013 unabh\u00e4ngig von der DOSB-Anerkennung. St\u00e4dte wie D\u00fcsseldorf oder M\u00fcnster haben lokale eSport-Zentren eingerichtet. Doch ein bundesweit einheitlicher Rahmen fehlt, und genau hier w\u00e4re eine offizielle Sportanerkennung der Schl\u00fcssel zur fl\u00e4chendeckenden F\u00f6rderung.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\nWas gegen eSport als Sport spricht \u2013 und wie valide diese Argumente wirklich sind<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
<\/strong>Ein klassischer Einwand, der auf dem Bild vom schwitzenden Athleten basiert. Doch hier wird \u00fcbersehen, dass k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t im modernen Sport nicht immer mit Muskelkraft oder Ausdauer zu tun haben muss. Auch Sportarten wie Golf, Billard oder Bogenschie\u00dfen basieren prim\u00e4r auf Technik, Pr\u00e4zision und mentaler St\u00e4rke \u2013 ganz \u00e4hnlich wie eSport.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
<\/strong>Ein ernst zu nehmender Punkt, der jedoch differenziert betrachtet werden muss. Es gibt durchaus ein Suchtpotenzial beim exzessiven Spielen \u2013 wie bei vielen T\u00e4tigkeiten. Doch professioneller eSport ist nicht mit unkontrolliertem Konsum gleichzusetzen. Im Gegenteil: Er ist strukturiert, zielgerichtet, begleitet durch Coaches, \u00c4rzte und Sportpsychologen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Technik steht im Mittelpunkt \u2013 \u00e4hnlich wie beim Umgang mit Ern\u00e4hrung, Gewicht oder Verletzungen im klassischen Sport.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\n
<\/strong>Gerade Shooter wie Counter-Strike oder Call of Duty stehen in der \u00f6ffentlichen Debatte h\u00e4ufig in der Kritik. Dabei wird oft \u00fcbersehen, dass viele eSport-Titel \u2013 etwa League of Legends, Rocket League oder FIFA \u2013 keinerlei realistische Gewaltdarstellungen beinhalten. Au\u00dferdem gibt es auch in traditionellen Sportarten Disziplinen mit martialischer \u00c4sthetik \u2013 Ringen, Boxen oder Fechten sind Beispiele daf\u00fcr. Die Frage ist also weniger, wie ein Spiel aussieht, sondern wie es organisiert, pr\u00e4sentiert und trainiert wird.<\/p>\n\n <\/div>\n\n\nWarum sich eSport auch ohne Anerkennung weiterentwickelt<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
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<\/li>\n\n\n\n
<\/li>\n\n\n\n
<\/li>\n<\/ul>\n\n\nBildung, F\u00f6rderung und neue Berufsperspektiven<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
Gesellschaftlicher Wandel und die Bedeutung kultureller Anerkennung<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n
Und wenn wir die Frage einfach loslassen?<\/h2>\n\n<\/div>\n\n\n