Das MIXUP 2025 hat geliefert. In Lyon trafen sich Europas stärkste Fighting-Game-Spieler zu einem der wichtigsten Events des Jahres – und lieferten Matches, die direkt in Richtung Riyadh führten. Denn neben Prestige und Preisgeld ging es vor allem um die heiß begehrten Startplätze für den Esports World Cup. Mit Jonathan ‘Tibetano’ Medina und Alan ‘Nephew’ Sun haben sich zwei Spieler durchgesetzt, die nicht nur den Tag dominiert haben, sondern auch das Momentum für den Sommer mitnehmen.
Tekken 8: Tibetano marschiert durch
In Tekken 8 ließ Tibetano keinen Zweifel daran, wer derzeit das Tempo vorgibt. Von Anfang an wirkte er fokussiert, kontrolliert, nahezu unantastbar. Sein Run durch die Upper Bracket war eine Machtdemonstration – inklusive klarem Sieg gegen Mangja von Virtus.pro im Halbfinale. Im Grand Final traf er auf JeonDDing, einer der bekanntesten Namen der Szene, und beendete das Turnier mit einem kompromisslosen 3:0. Keine Unsicherheit, keine Schwäche. Jeder Read, jeder Move, jeder Moment saß.
Was diesen Sieg besonders macht: Tibetano war eigentlich schon qualifiziert. Aber wer in Lyon war, sah, warum er trotzdem jeden Kampf ernst nahm. Es ging um Statement, nicht nur um den Slot. Seine Leistung war ein Reminder: Wenn der World Cup in Riyadh beginnt, ist er einer der Favoriten.
Street Fighter 6: Nephew mit Durchbruchsmoment
Alan ‘Nephew’ Sun zeigte in Lyon, warum viele ihn längst als künftigen Topstar sehen. Der Spieler von Team Liquid wirkte wie ein Ruhepol im Sturm – besonders im KO-Baum. In der Upper Bracket bezwang er EndingWalker, im Finale dann Problem X. Zwei der größten Namen Europas, beide mit World-Class-Erfahrung. Und doch wirkte Nephew in beiden Matches unerschütterlich.
Sein 3:0 im Grand Final war mehr als ein Ergebnis. Es war ein Zeichen dafür, wie präzise und vorbereitet er aufgetreten ist. Seine Juri-Performance war nahezu fehlerfrei, sein Movement flüssig, seine Reads messerscharf. Lyon war sein Turnier – und Riyadh wird seine Bühne.
Szenehoch, Druck hoch, Niveau hoch
Das MIXUP 2025 war in vielerlei Hinsicht ein Vorgeschmack auf das, was der Esports World Cup verspricht. Große Namen, volles Haus, direkter Quali-Druck. In Tekken 8 waren vier Slots zu vergeben, in Street Fighter 6 nur einer. Entsprechend umkämpft waren die letzten Brackets. Wer patzte, war raus – wer konzentriert blieb, ist jetzt Teil des wohl größten Fighting-Game-Sommers seit Jahren.
Tibetano und Nephew haben ihre Hausaufgaben gemacht. Die Bühne in Lyon gehörte ihnen. Jetzt wartet die noch größere Bühne in Riyadh. Und wer das MIXUP gesehen hat, weiß: Die beiden sind bereit.