Bilibili Gaming hat’s geschafft. Nach einem 3-1 gegen Dragon Ranger Gaming nicht nur den ersten regionalen Titel geholt, sondern auch Chinas Top-Seed für die VALORANT Champions 2025 in Paris gesichert. BLG zeigt der chinesischen Szene, wo der Hammer hängt, und beendet EDGs Dominanz. Aber war das wirklich so überraschend, oder hat sich das schon lange abgezeichnet?
Der Weg zum Titel: Von Dominanz zum Rückschlag zum Comeback
BLG startete in der Gruppenphase durch und ließ fast alle Gegner alt aussehen. Maps wie Haven und Lotus gehörten praktisch ihnen, die Kombis aus doppeltem Initiator und aggressiven Duelisten saßen perfekt. Das Team fand früh seinen Rhythmus und hielt ihn durch.
Dann kam der Dämpfer: Im Upper-Bracket verloren sie gegen DRG und mussten ins Lower-Bracket. Dort wartete EDward Gaming – der Angstgegner schlechthin. Aber BLG zeigte Charakter und gewann 3-1. Nach einer frühen Map-Niederlage passten sie Taktiken und Agentenwahl an, Schlüsselspieler wie whzy drehten auf. Am Ende zogen sie verdient ins Finale ein.
Das Finale: Nach 0-1 zurück zum 3-1
Gegen DRG ging’s erstmal in die Hose. Sunset verloren sie 2-13 – DRGs doppelte Duelist-Strategie war zu stark. Aber BLG konterte sofort. Haven gewonnen 13-8, Lotus 13-9, Corrode 13-10. Eine Machtdemonstration nach dem frühen Schock.
Das Finale zeigte taktische Raffinesse und starke Einzelleistungen. Auf Haven setzten sie auf doppelte Initiatoren für mehr Infos und sichere Setups. Auf Lotus spielten sie zwei Controller – Viper und Omen gaben ihnen die Flexibilität, die sie brauchten.
whzy war der MVP des Finals. Mit Neon aggressiv durch die gegnerischen Linien, wichtige Kills in entscheidenden Momenten, Nervenstärke wenn’s drauf ankam. 66 Kills sprechen eine klare Sprache.
Was das für China bedeutet
Mit dem ersten regionalen Titel ändert sich die Hackordnung in China komplett. BLGs Top-Seed für Paris ist verdient, aber auch ein Statement: Die jahrelange EDG-Dominanz ist vorbei.
Das neue Roster mit rushia und nephh bringt Agent-Flexibilität, die vorher gefehlt hat. BLG kann zwischen verschiedenen Setups wechseln, je nachdem, was der Gegner bringt. Diese Vielseitigkeit machte im Finale den Unterschied.
Für Teams wie DRG und EDG bedeutet das: aufwachen oder zurückfallen. Die Konkurrenz wird härter, das Niveau steigt. Davon profitiert die ganze chinesische Szene.
BLG hat sich den VCT China Stage 2 Titel verdient geholt. Vom dominanten Gruppenphase-Start über das Comeback im Lower-Bracket bis zum 3-1-Finalsieg – das war eine komplette Performance. whzy und rushia machten individuelle Unterschiede, aber die strategische Tiefe war genauso wichtig.
Mit dem Sieg übernimmt BLG die Führung in China, sichert sich den besten Paris-Startplatz und bringt frische Dynamik in die Szene. Mal schauen, wie sie international abschneiden. Die Champions werden zeigen, ob BLG nur in China stark ist oder auch auf der Weltbühne mithalten kann.