Was für ein Auftakt: Fast 6 Millionen verkaufte Einheiten in gerade einmal sieben Wochen. Die Nintendo Switch 2 ist mit einem Paukenschlag gestartet und bringt die Gaming-Welt 2025 ordentlich in Bewegung. Schon kurz nach Release am 5. Juni war die Konsole in vielen Regionen ausverkauft – ob für Familien, Sammler oder E-Sport-Fans, der Hype war sofort da.
Dabei ging es nicht nur um Neugier. Nintendo lieferte zum Launch nicht nur Hardware, sondern ein Paket, das Technik, Spiele und Community-Gefühl geschickt verknüpfte. Ein Jahr nach dem Ende der DPC, mitten im globalen Konsolenrennen – und doch schaffte es Nintendo, das Momentum ganz auf sich zu ziehen.
Verkaufszahlen auf Rekordkurs
5,82 Millionen Geräte im ersten Quartal – und das bei einer Veröffentlichung, die erst wenige Wochen vor Quartalsende stattfand. Zum Vergleich: Die erste Switch kam im gleichen Zeitraum auf unter eine Million verkaufte Einheiten. In den ersten vier Tagen wanderte die neue Konsole 3,5 Millionen Mal über die Ladentheke. Nach sieben Wochen waren es fast sechs.
Das Ergebnis: ausverkaufte Lager, überlastete Webshops, Wartelisten in Japan, Europa und Nordamerika. Und für Nintendo: ein Umsatzplus von 572,3 Milliarden Yen – doppelt so viel wie im Vorjahr.
Technik, die überzeugt – trotz Kinderkrankheiten
Wer die Switch 2 in die Hand nimmt, spürt sofort: Hier hat sich was getan. Das 7,9 Zoll große Display ist heller, schärfer und bietet HDR. Im TV-Modus schafft die Konsole 4K und bis zu 120 FPS – möglich macht das ein neuer Nvidia-Prozessor. Die magnetischen Joy-Cons mit Mausmodus zeigen: Nintendo denkt Hybrid weiter.
Und doch bleibt ein Klassiker bestehen: das Drift-Problem. Trotz neuer Technik melden erste Nutzer Aussetzer – kein riesiger Skandal, aber ein Thema, das mitzieht.
Spiele, Bundles und der Trick mit der Rückwärtskompatibilität
Zum Launch ist das Lineup noch überschaubar, aber klug gewählt. „Mario Kart World“ allein verkauft sich über 5,6 Millionen Mal – teils solo, teils im Bundle. Weitere Highlights wie „Drag x Drive“, „The Duskbloods“ oder ein neuer „Hyrule Warriors“-Teil sollen ab Winter folgen. Wer trotzdem noch zögert, freut sich über Rückwärtskompatibilität: Titel wie „Zelda: Tears of the Kingdom“ laufen flüssiger, schöner, schneller.
Besonders spannend: Die neue Switch fühlt sich nicht wie ein kompletter Neustart an, sondern wie ein nahtloser Übergang – mit technischen Upgrades, aber vertrauter Bibliothek. Und das kommt an.
Preis, Zubehör, Nachfrage
450 Dollar Einstiegspreis – und trotzdem rennen alle. Klar, Joy-Cons, Speicherkarten und Docking-Zubehör treiben die Kosten schnell hoch. Aber viele sehen den Mehrwert: Das System passt in Familienroutinen genauso wie ins Streaming-Setup oder den E-Sport-Alltag. Gerade die Bundles mit Mario Kart oder Speichererweiterung sind so attraktiv, dass viele direkt zuschlagen.
Andere warten – auf Rabatte, Nachschub oder den nächsten Exklusivtitel. Aber egal, in welchem Lager man sich befindet: Die Switch 2 hat es geschafft, sich innerhalb kürzester Zeit als Gesprächsthema Nummer eins zurückzumelden.
Wo steht Nintendo jetzt?
Mit diesem Start hat Nintendo die Latte hochgelegt. Analysten sprechen von bis zu 15 Millionen Geräten bis Jahresende. Die Nachfrage ist da, die Hardware liefert – jetzt kommt es auf Software und Lieferketten an. Die Konkurrenz durch PlayStation 5 Pro und Xbox Cloud bleibt spürbar, aber Nintendo hat einmal mehr bewiesen, dass sie ihren eigenen Takt tanzen können – und damit genau richtig liegen.