The International 2025 steigt in Hamburg, und Valve hat das Format ordentlich durchgeschüttelt. Vom 4. bis 14. September kämpfen 16 Teams um die Aegis of Champions – mit Swiss-System in der Gruppenphase statt dem üblichen Round Robin. Das klingt nach mehr Spannung, könnte aber auch nach hinten losgehen.
Acht Teams sind direkt eingeladen, acht haben sich durch Regionalqualifikationen gekämpft. Team Liquid und Team Spirit führen die Favoritenliste an. NAVI ist zurück, Nigma Galaxy auch. Das Teilnehmerfeld ist eine Mischung aus alten Bekannten und neuen Gesichtern – typisch TI halt.
Der Preispool startet bei 1,6 Millionen Dollar und wächst mit jedem verkauften Supporter Bundle. Anfang August lag er schon fast bei zwei Millionen. Das ist weniger als in den Glanzzeiten, aber immer noch ordentlich Geld.
Swiss-System: Besser oder nur anders?
Das Swiss-Format soll mehr Gerechtigkeit bringen. Teams spielen immer gegen Gegner mit gleichem Rundenergebnis, vier Siege reichen für die direkte Playoff-Qualifikation. Klingt fair, aber es bringt auch Probleme mit sich.
Teams wissen nicht, gegen wen sie in Runde drei oder vier spielen. Das macht strategische Vorbereitung schwieriger. Außerdem können starke Teams früh aufeinandertreffen und sich gegenseitig ausschalten, während schwächere Teams durchrutschen.
Das alte Round Robin war berechenbar, aber auch langweilig. Das Swiss-System bringt mehr Zufall rein – ob das gut oder schlecht ist, werden wir sehen.
Die Favoriten und Außenseiter
Team Liquid und Team Spirit sind die heißesten Kandidaten auf den Titel. Beide haben konstant starke Leistungen gezeigt und kennen den TI-Druck. Tundra Esports mischen die Szene auf und könnten überraschen, während Gaimin Gladiators kurzfristig nicht mehr dabei sein werden.
Bei den Qualifiern sind NAVI und Nigma Galaxy die bekanntesten Namen. Beide haben TI-Erfahrung, aber auch ihre besten Zeiten hinter sich. Aurora Gaming und Wildcard sind die kompletten Wildcard-Picks – von ihnen erwartet niemand etwas.
Die regionale Verteilung ist klassisch: Europa dominiert, China hat einen Vertreter, Südostasien zwei. Das zeigt, wo Dota 2 noch stark ist und wo es schwächelt.
Hamburg als TI-Austragungsort
Hamburg ist eine solide Wahl für TI. Die Stadt kann große Events stemmen, die Infrastruktur stimmt, und für europäische Fans ist es gut erreichbar. Aber es ist auch nicht Seattle oder Bukarest – Orte mit echter Dota-Geschichte.
Die Arena wird voll werden, die Atmosphäre wird stimmen. Aber Hamburg fehlt der mythische Status anderer TI-Austragungsorte. Es ist eine praktische Entscheidung, keine emotionale – aber das bedeutet nicht, dass dies nicht auch eine wunderbare Chance ist, um neue Erinnerungen zu machen und Hamburg diesen Status zu verpassen.
Das TI 2025 wird zeigen, ob das neue Format funktioniert und ob Hamburg als TI-Stadt taugt. Die Teams sind bereit, die Fans sind heiß, und die Aegis wartet auf einen neuen Besitzer.