Zain Naghmi hat bei Collision 2025 wieder alle anderen Spieler vorgeführt – und das ziemlich gnadenlos. Der Marth-Main aus den USA hat das komplette Bracket zerlegt und Hungrybox im Grand Final richtig alt aussehen lassen. Zweiter Collision-Titel hintereinander, 21. Major-Sieg insgesamt. Aber mal ehrlich: War das überhaupt noch spannend, oder ist Zain mittlerweile einfach zu gut für den Rest der Szene?
Zain auf Autopilot durch die Konkurrenz
Das war kein Turnier, das war eine Demonstration. Zain ist durch das Winners-Bracket marschiert, als würde er gegen CPUs spielen. lloD, Aklo, alle großen Namen – alle haben sie gegen seine Marth-Klinge nichts gerissen.
Während andere Spieler erst warm werden mussten, war Zain vom ersten Match an voll da. Saubere Reads, perfektes Punish-Game, blitzschnelle Reaktionen. Das Bracket war stark besetzt, keine Frage. lloD hatte ein paar krasse Upsets gegen moky und SDJ, Nicki kämpfte sich nach miesem Saisonstart zurück ins Viertelfinale. Aber gegen Zain? Alle chancenlos.
Das Momentum hatte er schon vorher. Supernova geholt, Get On My Level dominiert, dazu diese legendären Cartwheel-Pop-Offs. Vier große Titel allein 2025 – der Typ ist gerade in einer anderen Dimension unterwegs.
Grand Final: Hungrybox wird vorgeführt
Im Finale wartete der ewige Rivale Juan „Hungrybox“ DeBiedma mit seiner gefürchteten Jigglypuff. Viele dachten, das wird endlich mal wieder eng. Falsch gedacht. Best-of-Five, aber nur einen Satz bekam Hungrybox geschenkt.
Game eins: Zain verhindert alle Rest-Setups und holt sich den ersten Punkt. Game zwei: Hungrybox kontert mit ein paar cleveren Edge-Guards und gleicht aus. Ab da war die Show vorbei.
Die nächsten beiden Games gehörten komplett Zain. Schnelle Fairs, präzise Grabs, perfektes Spacing – Hungrybox kam nicht mal ansatzweise ins Spiel. 3:1, und das sah noch gnädiger aus als es war.
Warum Zain gerade alle zerstört
Hier ist die Sache: Zain spielt nicht nur technisch sauber, er liest das Spiel wie ein offenes Buch. Seine Mid-Game-Anpassungen sind brutal – einmal gecheckt, wie du spielst, und du hast keine Chance mehr.
Gegen Hungrybox hat er gezeigt, warum er gerade der beste Marth der Welt ist. Klar, Hungrybox hatte eine 32:5-Bilanz gegen Marth-Spieler. Aber Zain ist nicht irgendein Marth-Spieler. Der Typ hat das Matchup komplett neu definiert.
Down-Tilts für Bodenkontrolle, perfekte Reaktion auf Puff-Spacing, gnadenlose Bestrafung jedes Fehlers. Das Matchup gilt als schwer für Marth? Zain lässt es aussehen wie ein Joke.
Was bedeutet das für die Szene?
Mit 21 Major-Siegen rückt Zain Armadas Rekord immer näher. Vier Titel 2025 allein zeigen: Der Rest der Szene muss sich was einfallen lassen, oder Zain läuft allen davon.
Für die Community ist das zwiespältig. Zain ist ein würdiger Champion – bescheiden, technisch brillant, unterhaltsam. Seine Pop-Offs sind Kult. Aber wenn einer zu dominant wird, verliert die Spannung.
Die Rivalität mit Hungrybox hält die Szene am Leben. Beide pushen sich, beide liefern konstant. Aber wenn Zain so weitermacht, werden die Duelle einseitig.
Zain dominiert Melee gerade nach Belieben, und Collision 2025 war nur der nächste Beweis. Seine Game-Sense, seine Anpassungen, seine Nervenstärke – alles stimmt bei ihm.
Die Frage ist: Wird jemand eine Antwort auf seine Dominanz finden, oder läuft er allen davon? Armadas Rekord rückt näher, die nächsten Majors stehen an. Wer Zain schlagen will, muss mehr bringen als bisher. Viel mehr.