Apex Legends bannt über 400.000 Accounts seit Season 23

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Wie das System arbeitet
  2. Bannwellen und Zahlen
  3. Match-Infektionsrate im Detail
  4. Nächste Schritte von Respawn
  5. Ein Signal an die Szene
Apex Legends hat viele Cheater weniger
Image credit: Respawn / Electronic Arts

Cheating war immer ein Problem für Apex Legends – und für die Community ein ständiger Grund zur Frustration. Mit Season 23 hat Respawn jedoch ein neues Anti-Cheat-System eingeführt und seitdem mehr als 416.000 Accounts dauerhaft oder zeitweise gesperrt. Das Signal ist klar: Wer schummelt, verliert alles. Für ehrliche Spieler bedeutet das weniger Frust und ein deutlich faireres Matchmaking.

Wie das System arbeitet

Das neue System setzt auf lernfähige Modelle, die auffälliges Verhalten analysieren. Aimbots, Wallhacks, Makros und sogar Bot-Farmen werden schneller erkannt. Neu sind auch Meldefunktionen für „Impossible Game Sense“ oder verdächtige Bewegungsmuster, die menschlich kaum möglich sind. Selbst Teaming, also das heimliche Zusammenspielen von Gegnern, wird präziser verfolgt. Seit Februar 2025 sind die Meldungen zu Teaming um ein Drittel gesunken – ein Beweis, dass die Mechanik greift.

Bannwellen und Zahlen

Am härtesten schlug das System zum Start von Season 23 zu, als über 115.000 Accounts auf einmal entfernt wurden. Viele Altlasten verschwanden damit. Danach pendelte sich die Zahl niedriger ein: rund 100.000 Sperren in Season 24, knapp 120.000 in Season 25. Auffällig ist, dass immer dann ein Anstieg kommt, wenn neue externe Tools auftauchen und versuchen, Schlupflöcher zu finden.

Match-Infektionsrate im Detail

Ein wichtiges Maß ist die sogenannte Match-Infektionsrate – also der Anteil an Partien, in denen ein Cheater später gebannt wurde. Auf PC lag sie in Season 23 zeitweise bei über 10 Prozent, sank mit den Bannwellen auf gut sechs Prozent. Auf Konsole blieb sie mit maximal 0,5 Prozent fast unauffällig, aktuell sind es sogar nur 0,2 Prozent.

Trotz Verbesserungen zeigt sich aber auch: In höheren Rängen wie Diamant oder Meister ist die Quote doppelt so hoch wie im Schnitt. Dort schadet Cheating dem Spielgefühl noch immer am stärksten.

Nächste Schritte von Respawn

Das Entwicklerteam betont, dass Anti-Cheat nie abgeschlossen ist. Aktuell liegt der Fokus auf automatisierter Bot-Erkennung, um Farm-Accounts frühzeitig zu blockieren. Auch Input-Manipulation wie Cronus-Geräte oder Anti-Recoil-Skripte stehen auf der Liste. Parallel soll die Kommunikation mit Spielern verbessert werden: Wer einen Cheater meldet, soll künftig häufiger Rückmeldung bekommen, wenn ein Bann erfolgt.

Zusätzlich will Respawn das Matchmaking feiner justieren. Skill-Anzeigen im Unranked, Einschränkungen für Premades oder bessere Balance zwischen Gruppentypen sollen verhindern, dass cheaterfreie Lobbys durch andere Faktoren frustrierend werden.

Ein Signal an die Szene

Mehr als 400.000 Banns in nicht einmal drei Seasons sind ein starkes Zeichen. Apex Legends zeigt, dass man Betrug nicht einfach hinnehmen will, sondern kontinuierlich nachrüstet. Für die Spieler heißt das: mehr Vertrauen in Ranglisten, weniger Unsicherheit in Matches und eine klarere Linie gegen toxisches Verhalten.

Cheater werden neue Wege suchen – das ist sicher. Doch solange Respawn nachzieht und die Community meldet, bleibt Apex Legends ein Ort, an dem Skill und Teamplay zählen.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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