BLAST Open London: 30 Millionen Pfund für die Hauptstadt?

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Counter-Strike im Wembley-Fieber
  2. Die Rechnung des Bürgermeisters
  3. Zwischen Euphorie und Skepsis
  4. Was wirklich bleibt
BLAST OPEN London
Image credit: BLAST

Wenn die OVO Arena Wembley im September zu einem Hexenkessel wird, geht es nicht nur um Counter-Strike. Das BLAST Open London ist das größte Esports-Event des Jahres in Großbritannien – und laut Bürgermeister Sadiq Khan ein echter Wirtschaftsmotor. Er spricht von 30 Millionen Pfund, die durch das Turnier in die Stadt fließen sollen. Ob das so kommt, ist umstritten. Sicher ist: Die Erwartungen an das Event sind riesig.

Counter-Strike im Wembley-Fieber

Vom 5. bis 7. September wurde London zum Treffpunkt der internationalen Counter-Strike-Szene. Sechzehn Teams spielen um über 800.000 Pfund Preisgeld, Millionen verfolgen die Partien weltweit im Stream, Tausende reisen nach Wembley, um live dabei zu sein. Für Fans ist das Turnier pure Esports-Action – kurzes, intensives Format, Top-Teams, keine überflüssigen Runden. Für die Spieler geht es um Prestige, Preisgeld und wichtige Punkte Richtung Major in Budapest.

Die Rechnung des Bürgermeisters

Sadiq Khan sieht das BLAST Open als Beispiel dafür, welche Wirkung Esports für eine Metropole haben kann. Hotels, Restaurants, Verkehrsmittel, kleine Shops rund um Wembley – überall sollen Fans und Spieler Geld ausgeben. Ticketverkäufe, Merchandise, Tourismus: all das fließt in die Kalkulation, die Khan auf 30 Millionen Pfund beziffert.

Wer an den Eventtagen in der Nähe unterwegs ist, spürt den Effekt sofort. Pubs, Schnellrestaurants und kleine Läden melden Rekordumsätze. Für viele Geschäfte rund um die Arena sind solche Wochenenden die wichtigste Einnahmequelle des Jahres.

Zwischen Euphorie und Skepsis

So groß die Begeisterung, so groß auch die Zweifel. Wirtschaftsexperten warnen seit Jahren, dass Prognosen zu Großevents oft zu optimistisch sind. Ein Teil der Einnahmen fließt an internationale Veranstalter oder Teams, nicht in die Stadt. Auch die Methoden zur Berechnung sind selten transparent – was bleibt tatsächlich lokal, und wie nachhaltig sind die Effekte?

Was wirklich bleibt

Klar ist: Selbst wenn die 30 Millionen nicht eins zu eins aufgehen, London profitiert. Sichtbarkeit, Jobs und neue Chancen für die lokale Szene sind da. Jede erfolgreiche Austragung macht die Stadt attraktiver für Sponsoren und Investoren. In den letzten Jahren hat London schon mehrfach bewiesen, dass es Esports-Hotspot sein kann – vom RLCS Major bis zum LoL Worlds Finale.

Das BLAST Open ist ein weiteres Puzzlestück in diesem Bild. Ob Khans Zahl stimmt, wird vielleicht nie exakt zu messen sein. Aber das Turnier zeigt schon jetzt: London will vorne mitspielen, wenn es um die großen Bühnen des Esports geht.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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