Monatelang war Funkstille, jetzt sind die Gaimin Gladiators zurück. Mit einem rein brasilianischen Lineup steigen sie wieder in die Counter-Strike-Szene ein – und allein die Namen zeigen, dass es ernst gemeint ist. In einer Region, in der Counter-Strike nicht nur Spiel, sondern Lebensgefühl ist, setzt die Organisation auf Spieler, die diesen Spirit verkörpern.
Ein Kader, der Geschichten mitbringt
Angeführt wird das neue Team von Gabriel „NEKIZ“ Schenato. Ein Veteran, der nicht nur Ansagen macht, sondern als Kapitän auch Haltung vorgibt. Neben ihm stehen Bruno „shz“ Martinelli und Bruno „b4rtiN“ Câmara, die schon mehrfach gezeigt haben, dass sie aggressiv das Spielgeschehen an sich reißen können. Ergänzt wird das Roster durch Lucas „bsd“ Luan und Jhonatan „JOTA“ Willian, die flexibel einsetzbar sind und in entscheidenden Momenten gerne die riskanten Entries übernehmen.
Viele von ihnen kennt man noch aus W7M-Zeiten. Dort haben sie bewiesen, dass sie auch gegen stärkere Gegner durch Teamplay glänzen können. Jetzt soll dieses Grundgerüst den Gladiators neuen Atem geben.
Erfahrung an der Seitenlinie
Mit João „horvy“ Horvath steht ein Coach an der Linie, der brasilianisches CS2 wie kaum ein anderer kennt. Er hat die Szene von innen heraus erlebt, Dutzende Cups gecoacht und gilt als jemand, der junge Spieler genauso fördern kann wie erfahrene Profis. Nach der Auflösung von W7M hat er das Team zusammengehalten – jetzt soll er es mit den Gladiators auf internationale Bühne führen.
Warum Brasilien?
Die Gladiators hatten es schon 2024 mit einem dänischen Projekt versucht. Doch Streitigkeiten und kurze Verträge machten den Traum damals schnell zunichte. Statt sich zurückzuziehen, hat die Organisation jetzt einen klaren Schnitt gemacht und den Blick nach Südamerika gerichtet. Brasilien bringt Talent, Community und Leidenschaft – und genau das braucht ein Comeback.
Los geht’s Ende September beim FERJEE Rush 2025 in Rio. Ein nationales Turnier, perfekt für den ersten Auftritt, aber auch eine Feuertaufe: Die brasilianische Szene verzeiht keine halben Sachen.
Chancen und Erwartungen
Die Gladiators starten aktuell noch mit einem Ranking, das Luft nach oben lässt. Aber wer sich die einzelnen Spieler anschaut, erkennt sofort das Potenzial. NEKIZ mit seiner Ruhe, shz und b4rtiN als Aggressoren, bsd und JOTA als flexible Ergänzung – das ist ein Mix, mit dem man bei regionalen Qualifiern überraschen kann.
Ziel ist klar: Qualifikation für die großen internationalen Bühnen. DreamHack, RMR Americas, und irgendwann das Major. Dafür muss das Timing stimmen, und dafür muss die alte Chemie aus W7M-Zeiten wieder zünden.
Aufbruch mit Hunger
Die Gladiators haben in Europa Lehrgeld gezahlt, aber sie bringen jetzt einen Kader mit, der aus Hunger geboren ist. Für die Fans ist das ein Comeback mit Symbolcharakter: Organisationen, die einmal auf die große Bühne wollten, finden über Brasilien einen neuen Weg dorthin.
Ob die ersten Schritte sofort in Erfolg münden, bleibt abzuwarten. Aber eines ist schon jetzt klar: Dieses Team wird keine leisen Spiele abliefern.