Apeks verlässt VALORANT – ein Abschied aus der großen Bühne

Linda Güster
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Apeks
Image credit: Apeks

Drei Jahre, ein Aufstieg, viele Erwartungen – und jetzt der Cut. Apeks verabschiedet sich aus VALORANT, zumindest vorerst. Nach einer schwierigen Saison, dem Abstieg aus der VCT EMEA und einer Reihe struktureller Änderungen zieht das norwegische Team die Konsequenzen. Es ist ein stiller, aber ehrlicher Abschied aus einem Spiel, das sich in den letzten Jahren schneller verändert hat als manche Organisation mithalten konnte.

Kein Platz mehr im neuen System

In seinem Statement spricht Apeks offen über die Gründe. Seit Riot Games die VCT-Slot-Regelung auf nur ein Jahr verkürzt hat, sind langfristige Projekte kaum noch planbar. Was früher eine Zwei-Jahres-Perspektive war, wurde zu einem Wettlauf ohne Sicherheit – und das mitten in einer Phase, in der Budgets ohnehin knapper werden.

„Wir hätten wieder ein starkes Team aufbauen können“, schreibt Apeks, „aber die Bedingungen, die uns einst zum Einstieg bewegt haben, gibt es so nicht mehr.“ Ein Satz, der nüchtern klingt, aber viel sagt.

Von Euphorie zu Ernüchterung

Apeks kam 2023 mit einem klaren Plan: VALORANT als Zukunftsprojekt. Der Start verlief stark, die Organisation kämpfte sich durch die europäischen Ligen und feierte 2024 mit dem Sieg bei VCT Ascension EMEA ihren großen Moment. Das 3:2 gegen PCIFIC Esports war nicht nur sportlich ein Erfolg, sondern auch ein emotionaler Beweis dafür, dass ehrgeizige Underdogs im System ihren Platz finden können.

Doch 2025 kippte das Bild. Kein Major, kein Masters, kein VALORANT Champions. Ein früher Exit beim EMEA Kickoff, Platz 11 und 12 in den Stages, dazu schwindendes Momentum im Team. Spätestens nach dem Abgang von Ava „florescent“ Eugene, die sich eine Auszeit nahm, war klar, dass der Neustart schwer werden würde. Als mehrere Spieler im Sommer als Free Agents freigegeben wurden, war das Ende nur noch eine Frage der Zeit.

Jetzt ist es offiziell: Apeks legt VALORANT auf Eis. Kein Drama, kein lauter Abschied – nur eine ehrliche Bilanz. Ein Team, das mit Ambition kam, alles probierte und am Ende an einem System zerbrach, das immer weniger Raum für langfristige Visionen lässt. In einer Szene, die sich rasant weiterdreht, bleibt das vor allem eins: ein stiller Moment zum Durchatmen.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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