Der Champion of Champions Tour (CCT) hat harte Strafen gegen mehrere Spieler aus drei Teams ausgesprochen, die in der CCT Europe Season 3 angetreten waren. Auslöser war verdächtiges Verhalten in einem Online-Match zwischen THE und 1Win am 29. September 2025 – und die anschließende Feststellung, dass nicht alle Akteure auf den Kameras tatsächlich die waren, die sie vorgaben zu sein.
Verdächtige Kameraaufnahmen und Cheating-Funde
Laut CCT zeigte der Kamera-Feed von Idris „1Drezz“ Beksulanov während des Spiels nicht den Spieler, der tatsächlich auf dem Server aktiv war. In der Folge stellte sich heraus, dass Raiymbek „dune“ Dusenov von KHAN auf 1Drezz’ Account gespielt hatte – ein klarer Verstoß gegen die Turnierregeln. Das Akros-Anti-Cheat-System bestätigte den Account-Sharing-Vorfall, woraufhin Dune eine zweijährige Sperre erhielt.
Doch die Ermittlungen gingen weiter: Auch andere Spieler aus den Teams KHAN, THE und Y5 hat die CCT überprüft. Die Anti-Cheat-Software identifizierte zusätzlich unzulässige Programme, was zu einem ganzen Block an Sperren führte.
Zwei Jahre Sperre für sechs Spieler
Insgesamt erhielten sechs Spieler – Dastan „dosikk“ Mauessov, Daniil „tEO“ Pro, Nurmukhammed „singulier“ Mugal, Zhanibek „R3LiFwOW“ Kuatov, Idris „1Drezz“ Beksulanov und Mark „d0RREN“ Karachevtsev – eine zweijährige Sperre für alle CCT-Events. Die restlichen Teammitglieder von KHAN, THE und Y5 hat die CCT mit sechsmonatigen Bans belegt.
Die CCT hat betont, dass alle Funde unabhängig verifiziert wurden. Die Verwendung des Akros-Systems soll künftig obligatorisch für alle Spieler bleiben, um ähnliche Vorfälle frühzeitig zu erkennen.
Cheating bleibt 2025 ein Problem für CS2
Die CCT-Bans sind nur das jüngste Kapitel in einer langen Reihe von Integrity-Fällen im Counter-Strike-Jahr 2025. Bereits im April hatte die Esports Integrity Commission (ESIC) den schwedischen Profi Joel „joel“ Holmlund lebenslang gesperrt. Im Mai traf es mehrere Mitglieder von ATOX Esports, die wegen Matchfixing belangt wurden.
Trotz neuer Anti-Cheat-Systeme bleibt die Szene angespannt. Immer mehr Turnierveranstalter fordern transparente Sicherheitsmaßnahmen. So soll die Wettbewerbsintegrität langfristig geschützt werden – denn Vertrauen ist in Counter-Strike nach wie vor die härteste Währung.