Complexity stellt Creator-Programm ein

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Kapitel voller Gesichter und Geschichten
  2. Ein Rückzug auf Raten
  3. Zwischen Tradition und Unsicherheit
Complexity
Image credit: Complexity via X

Ein leiser Abschied für eine laute Marke: Complexity hat bekannt gegeben, dass das hauseigene Content-Creator-Programm nach zehn Jahren eingestellt wird. Für viele war das Projekt ein Aushängeschild der Organisation – ein Ort, an dem Streamer:innen, Caster und Gaming-Stimmen über Jahre hinweg zusammenkamen, um den Esport sichtbar zu machen.

Ein Kapitel voller Gesichter und Geschichten

Das Programm war über ein Jahrzehnt ein fester Bestandteil der Marke Complexity. Unzählige Creator trugen den Namen in ihre Communities, brachten Energie in Kampagnen, Charity-Events und große Turniere. COO Kyle Bautista schrieb auf Social Media: „Sad to be closing down our creator program after ten years and working with dozens, if not hundreds, of the industry’s best.“ Dankbar, aber sichtlich wehmütig – so klang das Statement einer Organisation, die weiß, wie viel dieses Netzwerk bedeutet hat.

Warum das Programm endet, wurde nicht erklärt. Doch die Nachricht reiht sich in eine Serie von Rückzügen ein, die Complexity seit Monaten begleiten.

Ein Rückzug auf Raten

Schon im Sommer zog sich die Organisation aus Apex Legends zurück, nach sechs Jahren in der ALGS. Im August folgte der Abschied von Counter-Strike, offiziell wegen wirtschaftlicher Belastung. Nun trifft es den Creator-Bereich – ein Signal, dass Complexity offenbar neu ordnen muss, was Priorität hat.

Aktuell sind noch die Rocket-League- und Halo-Teams aktiv. Letzteres tritt beim Halo World Championship 2025 an, dem letzten großen Event vor dem Ende von Halo Infinite als offizieller Esport-Titel.

Zwischen Tradition und Unsicherheit

Seit 2003 steht Complexity sinnbildlich für die Frühphase des Esports – für LANs, Rivalitäten und Teamkultur, als vieles noch improvisiert war. Dass ausgerechnet diese Organisation jetzt so viele Bereiche einstampft, trifft die Szene ins Herz.

Ob daraus ein Neuanfang entsteht oder das leise Ausklingen einer großen Ära, bleibt offen. Aber eines ist klar: Complexity war nie nur ein Logo – es war ein Teil der DNA des nordamerikanischen Esports. Und genau das macht diesen Abschied so spürbar.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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