Wenn DreamHack Stockholm an diesem Wochenende seine Türen öffnet, klingt es ein bisschen wie ein vertrautes Ritual: die besten Brawl-Stars-Teams der Welt vor einer tobenden Crowd, ein Millionenpreisgeld und ein Format, das ausnahmslos jeden Fehler bestraft. Vom 28. bis zum 30. November spielen 16 Teams aus Nord- und Südamerika, EMEA und Ostasien um den Titel – plus die vier LCQ-Squads, die sich in letzter Minute in dieses Line-up gezockt haben. Wer will, kann sich einfach Tickets für DreamHack holen und das Ganze live erleben; wer online zuschaut, kriegt das Chaos in Best-of-Five-Serien serviert, bei denen jedes Set schon ein kleines Match im Match ist.
Gruppenphase mit Falltür
Der Einstieg war wie immer knackig: Vier Gruppen, Double-Elimination, oben weiter, unten droht das böse Erwachen. Erst am Finaltag wandert alles in ein Single-Elimination-Bracket, das die besten acht Teams in eine einzige, unbarmherzige K.-o.-Phase schickt. Dass die World Finals dieses Jahr wieder extrem offen wirken, liegt auch an der Mischung: SK und Tribe kommen mit Erfahrung, während Teams wie Crazy Raccoon oder Revenant XSpark genau diese Sorte Upset im Gepäck haben, die ein ganzes Turnier auf links dreht.
Wer in Stockholm den Ton angibt
Wenn die Matches eng werden – und das werden sie – lohnt sich ein Blick auf zwei Spieler, die das Event tragen können.
Da ist einmal Symantec von HMBLE, der als amtierender Weltmeister nach Stockholm kommt und die Art von Ruhe ausstrahlt, die Brawl Stars in den wilden Momenten erst richtig gefährlich macht. Seine Reads, seine Überlebensinstinkte, sein Timing – alles wirkt wie ein kleiner Vorsprung, den man kaum ausgleichen kann.
Und dann Sitetampo. ZETA Division baut seit Jahren um ihn herum und das sieht man auch: ein Weltmeistertitel, ein zweiter Platz, und eine Saison, in der er wieder konstant die Spiele an sich reißt, wenn es eng wird. ZETA hat die Wucht, das Tempo und die Präzision, die man für einen tiefen Run braucht – und Sitetampo ist der Spieler, der genau diesen Flow immer wieder lostritt.
Die Bühne in Stockholm ist bereit, die Gruppenspiele sind gesetzt und die Matchups versprechen ein paar der engsten Serien des Jahres. Wer am Ende wirklich oben steht, entscheidet sich nicht an einem einzelnen Play – sondern daran, wer an drei Tagen die Nerven behält, wenn der Raum laut wird und die Maps plötzlich kleiner wirken als sie sind.