Fast 700.000 gleichzeitige Zuschauer – so viele schalteten bei den diesjährigen Clash Royale League World Finals ein. Damit hat Supercells Mobile-Esport etwas geschafft, was vor ein paar Jahren kaum jemand erwartet hätte: Er zieht inzwischen ähnlich viele Menschen an wie die großen PC-Turniere.
Rekorde, Rivalen und Reichweite
Laut Esports Charts knackte das Event in Atlanta die Marke von 698.426 Peak Viewern und damit mehr als das Vierfache des Vorjahres. Insgesamt kamen über 3,8 Millionen Stunden Watchtime zusammen, mit einem Durchschnitt von 324.000 Zuschauern über die gesamte Sendezeit.
Im Mittelpunkt standen einmal mehr die großen Namen der Szene. Mohamed Light, der schon zweimal in Folge Champion wurde, lieferte sich mit dem Brasilianer Sub ein packendes Finale. Auch Pedro Sousa war mit dabei – drei Spieler, die das Wochenende zu einem echten Publikumsfest machten.
Vom Handy aufs Main Stage
Während frühere CRL-World-Finals oft im Schatten anderer Events standen, war es diesmal anders. Die Bühne: DreamHack Atlanta. Mehr Publikum, größere Produktion, mehr Community. Statt acht traten zwölf Spieler im Double-Elimination-Bracket gegeneinander an – und die Atmosphäre fühlte sich so groß an wie nie zuvor.
Auf YouTube erreichte der offizielle Stream über 400.000 gleichzeitige Zuschauer, auf Twitch waren es fast 190.000. Besonders beliebt war der englische Broadcast, aber auch die portugiesische und spanische Community brachte starke Zahlen.
Ein neues System für mehr Spannung
Supercell hat in diesem Jahr einiges verändert. Die neuen Community-Events, die Spielern Golden und Silver Tickets für die World Finals ermöglichen, kamen gut an. Dazu gab es ein festes Preisgeld von 50.000 Dollar pro Turnier – und eine klare Botschaft: Clash Royale will seinen Platz im globalen Esport festigen.
Am Ende war das Event nicht nur ein Turnier, sondern ein Statement. Die CRL 2025 Awards, die live bei DreamHack verliehen wurden, setzten dem Ganzen noch die Krone auf – mit Fan-Votes für die besten Momente und Spieler der Saison.
Clash Royale hat sich damit endgültig von der Mobile-Nische gelöst. Es ist Esport in seiner reinsten Form – klein auf dem Screen, aber groß auf der Bühne.