Zehn Jahre nach seiner Gründung geht G2 Esports einen Schritt, den wohl kaum ein Esport-Team zuvor gewagt hat: Mit Red Aura startet die Organisation ein eigenes Fantasy-Universum. Die Webtoon-Serie soll G2s Geist aus einem Jahrzehnt voller Siege, Krisen und Comebacks in eine magische Geschichte übersetzen – mit Schwertkämpfen, Rivalitäten und viel Herzblut.
Ein Esport-Team wird zur Erzählwelt
Red Aura erzählt die Geschichte von Asa, einem Mädchen aus der Provinz, das in einer Welt von magischen Nomaden lebt. Das sind Menschen, die Realität mit purer Willenskraft formen können. Ihr Traum: die größte Nomadin aller Zeiten zu werden. Doch dieser Weg führt sie durch Rivalitäten, Machtspiele und Prüfungen, die G2-Fans schnell an die Esport-Welt erinnern dürften.
Die Parallelen sind kein Zufall. Jede Storyline greift einen Teil der G2-Historie auf – Siege, Rückschläge, Aufbruchsstimmung – und verwandelt ihn in symbolische Momente. Die Idee stammt aus einer Zusammenarbeit mit dem japanischen Art Director Runbel und dem Studio KISAI Entertainment. Dieses war unter anderem an den Webcomic-Adaptionen von Avatar: The Last Airbender und The Beginning After the End beteiligt war.
„Als ich das Projekt sah, fühlte ich mich an die Begeisterung meiner Kindheit erinnert“, sagt Runbel. „Ich spürte die Energie der Charaktere und wusste, dass hier etwas mit echter Leidenschaft entsteht.“
Eine Brücke zwischen Gaming und Erzählkunst
Die ersten fünf Episoden von Red Aura sind bereits auf LINE MANGA in Japan erschienen, weitere folgen wöchentlich. Insgesamt soll es über 40 Folgen in der ersten Staffel geben. Eine englische Version auf WEBTOON soll bald folgen, gefolgt von weiteren Sprachversionen.
Mit dem Schritt in die Welt der digitalen Comics reiht sich G2 in eine Kulturbewegung ein, die längst global geworden ist. Serien im Webcomic-Format erreichen Millionen Leser:innen, vor allem auf mobilen Geräten – und treffen damit eine Generation, die zwischen Gaming, Streaming und Storytelling aufgewachsen ist.
G2s nächstes Kapitel
Für G2 ist Red Aura mehr als ein Experiment – es ist ein klares Signal. Nach Projekten wie der Medienagentur 62, Lifestyle-Kollaborationen mit Smiley und dem Einstieg in Gerard Piqués Kings League folgt nun der nächste kreative Schritt.
„Wir wollten etwas schaffen, das Emotionen weckt, egal ob man Esport-Fan ist oder nicht“, erklärt Sabrina Ratih, COO von G2. „Red Aura steht für alles, was G2 ausmacht – Ehrgeiz, Witz und den Mut, etwas Neues zu wagen.“
Zum zehnjährigen Jubiläum verwandelt G2 seine Geschichte in etwas Größeres: ein Erzähluniversum, das den Weg von Spielern, Fans und Machern gleichermaßen feiert – und zeigt, dass Esport längst mehr sein kann als nur Wettbewerb.