Movistar KOI setzt auf Kontinuität – und Ibai hat es mal wieder auf seine Art verraten. In einem Twitch-Stream mit SergioFFerra bestätigte er, dass das gesamte Lineup der vergangenen Saison zusammenbleibt. Keine großen Umbauten, keine Überraschungen, sondern ein Team, das die eigene Entwicklung fortsetzen soll und schon jetzt an den nächsten Schritt denkt.
Verlängerungen im Fokus – aber nicht für alle
Besonders spannend ist, dass MKOI nicht nur für 2026 plant, sondern schon darüber hinaus schaut. Spieler wie Jojopyun, Elyoya und Alvaro stehen im Mittelpunkt der Gespräche, genauso wie Head Coach Melzhet. Die Organisation will ihr Kernstück langfristig binden, auch wenn die Spieler laut Riot-Vertragsdatenbank ohnehin bis Ende der kommenden Saison unterschrieben haben.
Supa und Myrwn gehören im Moment nicht zu diesen Vertragsrunden. Das bedeutet nicht zwingend eine Veränderung, aber man spürt, dass MKOI im Aufbau eines stabilen, längerfristigen Kerns etwas selektiver geworden ist. Das passt auch zur Art, wie die Organisation die letzte Saison angegangen ist – ehrgeizig, aber deutlich strukturierter als früher.
Ein starkes Jahr bringt neues Selbstvertrauen
MKOI hat 2025 einen Sprung gemacht, den viele dem Team in dieser Form nicht zugetraut hätten. Mit Jojopyun im Midlane-Duo zur LEC-Spitze zu klettern, den Spring Split zu gewinnen und im Sommer wieder im Finale zu stehen, hat die Organisation in eine ganz andere Liga gehoben. Die Worlds-Qualifikation war der logische nächste Schritt, und auch wenn das Aus gegen T1 in der Swiss Stage bitter war, zeigte das Team, dass es auf der internationalen Bühne mithalten kann.
Diese Energie will man mitnehmen. Kontinuität fühlt sich bei MKOI gerade nicht nach Stillstand an, sondern nach einem Moment, in dem man sagt: „Das hier funktioniert – lasst uns darauf aufbauen.“
Ausbau der Struktur: Mehr Coaching, mehr Talent, klare Richtung
Neben dem Rosterbau kündigte Ibai auch an, dass MKOI sein Coaching Staff erweitern will. Zwei zusätzliche Coaches sollen dazu kommen und das Team breiter aufstellen – ein Schritt, der im modernen LoL-Esport fast schon Pflicht geworden ist, wenn man mit den Topteams mithalten will.
Noch spannender ist der Blick auf die Nachwuchsförderung. KOI Fénix bleibt das Herzstück der Academy, spielt weiter im spanischen Tier-Two-Bereich, bekommt aber Verstärkung durch ein drittes Team, das im Tier-Three-Ökosystem integriert wird. Das erinnert stark an Karmine Corp, die genau mit diesem Doppelmodell in Frankreich langfristig Erfolg aufgebaut haben. MKOI orientiert sich an Strukturen, die in Europa bereits funktionieren – und kopiert sie nicht blind, sondern setzt sie in Spanien in ein eigenes System um.
Eine LEC im Umbruch – und MKOI mitten drin
Während MKOI auf Stabilität setzt, verändert die LEC für die kommende Season einiges. Der Winter Split fällt weg, dafür kommt LEC Versus, ein neues Turnier mit zwei ERL-Teams: Los Ratones und Karmine Corp Blue. Der Sieger wird Europas Vertreter beim First Stand – ein Format, das die Verbindung zwischen Tier One und Tier Two enger knüpfen soll.
Für MKOI bedeutet das: ein starkes Roster, ein ausgebautes Staff, zwei Academy-Teams und eine Liga, die sich neu definiert. Genau der Moment, in dem ein stabiles Fundament wichtiger ist als ein hektischer Umbruch – und den Ibai jetzt klar gesetzt hat.