BOOM Esports beendet Dota-2-Ära nach acht Jahren

Linda Güster
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BOOM Esports
Image credit: BOOM Esports via X

Wenn ein Team geht, das so lange Teil der Dota-2-Landschaft war wie BOOM Esports, wirkt es wie ein leiser Riss in einer Szene, die sonst nur vom nächsten Patch, der nächsten LAN, dem nächsten Wunder-Run lebt. Acht Jahre lang war BOOM eine fixe Größe in Südostasien – mal hungrig, mal gefährlich, mal unterschätzt. Jetzt ist Schluss: Die Organisation verabschiedet ihre komplette Division und schließt damit ein Kapitel, das für viele Fans prägend war.

Ein Abschied ohne großes Drama, aber mit viel Gewicht

Die Entscheidung kam am 8. Dezember, ohne großes Vorwort, ohne lange Erklärung. Nur die klare Botschaft: BOOM zieht sich aus Dota 2 zurück. Die Gründe bleiben unausgesprochen, doch der Kontext des Jahres erzählt genug. 2025 war ein holpriges Jahr, in dem das Team trotz einzelner Highlights selten die Stabilität fand, die man aus den frühen Erfolgsjahren kannte.

Umso mehr stechen die Erinnerungen hervor: der Aufstieg aus regionalen Cups, das Top-12-Finish beim ESL One Stockholm Major, der starke Lauf in Arlington, das Top-15-Ergebnis bei The International – die letzte LAN, die das Logo der Hungry Beast auf der Bühne getragen hat.

Beim Abschiedstext betont BOOM vor allem eins: Dankbarkeit. Für die Spieler, die das Jersey getragen haben. Für die Community, die an Wochenenden und Nächten wie eine zweite Haut um die Organisation lag. Und für eine Zeit, die länger standhielt als viele andere Projekte in der Region.

Wo BOOM Esports weiterkämpft

Der Rückzug aus Dota 2 bedeutet nicht, dass BOOM die Esports-Bühne verlässt. Ganz im Gegenteil: Die Organisation konzentriert sich jetzt stärker auf ihre anderen Titel – allen voran VALORANT. Zwar endete die Reise in der International League nach einer Saison wieder, doch allein der Aufstieg über Ascension war ein Statement.

Parallel laufen die Honor of Kings- und PUBG-Mobile-Projekte weiter, mit echten Erfolgsmomenten wie dem Sieg in der Kings League Spring im Juli. BOOM bleibt also Teil der mobilen Szene, die in Südostasien ohnehin zu den lebendigsten der Welt gehört.

Der Abschied von Dota 2 wirkt deswegen weniger wie ein Rückzug ins Off, sondern eher wie ein Schwenk in eine Phase, in der Ressourcen, Fokus und Ambition neu sortiert werden. Für viele Fans bleibt es trotzdem ein bittersüßer Moment – weil BOOM Esports einer der Namen war, die die Region lange getragen haben.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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