Diarmuid Early hat die Microsoft Excel World Championship gewonnen – ein Turnier, das Excel seit Jahren aus der Büroecke herauszieht und mitten auf die Esports-Bühne stellt. Im HyperX Arena-Licht von Las Vegas trafen sich 24 der besten Spreadsheet-Spieler der Welt, um in drei Tagen zu zeigen, wie weit man mit Formeln, Logik und Nervenstärke wirklich kommt.
Ein Finale voller Eliminations und Origami-Rätsel
Das Herzstück des Wochenendes war ein Finale, das eher nach Escape Room als nach Tabellenkalkulation klang. Eine Origami-inspirierte Fallstudie, sieben Level, 130 Fragen – und ein Timer, der alle fünf Minuten jemanden rauswarf, bis nur noch sechs Spieler übrig waren. Wer zuerst alle Aufgaben richtig löste, gewann den Titel, den Championship Belt und die 5.000 Dollar Preisgeld.
Als sich der Staub legte, stand Early ganz oben. Mit 1.250 Punkten setzte er sich deutlich von der Konkurrenz ab, mehr als 300 Punkte vor dem dreifachen Weltmeister Andrew Ngai. Für Early, Gründer von Early Days Consulting und fünfmaliger ModelOff-Finalist, war es ein Sieg, der sich wie die logische Spitze seiner bisherigen Competitive-Excel-Karriere anfühlt.
Ein Saisonabschluss, der die Szene weiter wachsen lässt
Die Weltmeisterschaft bildet jedes Jahr den Abschluss der Excel-Esports-Saison, die im Januar beginnt und seit Oktober in ihre Onlinephase ging – diesmal mit 150 Teilnehmer*innen. Wie es mit der 2026-Ausgabe weitergeht, hat Microsoft noch nicht verraten, aber andere Turniere stehen bereits fest.
Im Sommer kehrt die Office Specialist World Championship zurück, diesmal nach Anaheim. Dort messen sich Teams aus aller Welt in Word, PowerPoint und Excel, was zeigt, wie breit Microsoft das kompetitive Ökosystem inzwischen denkt.
Und genau hier liegt der Reiz dieser Szene: Excel-Esports beweist jedes Jahr aufs Neue, dass Wettbewerb nicht zwingend digitale Arenen, Controller oder Mausbewegungen braucht. Manchmal reichen Funktionen, Formeln – und jemand wie Diarmuid Early, der damit ganze Hallen zum Staunen bringt.