OWCS 2026 enthüllt Partnerteams

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. North America bringt Tradition und Creator-Power zusammen
  2. EMEA liefert Stabilität – und eine Szene, die sich selbst trägt
  3. Asia formiert ein Powerhouse-Quartett
  4. Und wer fehlt diesmal?
OWCS 2026
Image credit: Overwatch Esports

Es fühlt sich an wie ein Reset-Moment für Overwatch. Kaum sind die World Finals durch, rückt Blizzard mit der Partnerteam-Liste für 2026 raus – und die Mischung aus Rückkehrern, Szenelieblingen und überraschenden Comebacks macht sofort klar, dass die nächste Saison mit neuem Selbstbewusstsein starten soll.

North America bringt Tradition und Creator-Power zusammen

In Nordamerika wirkt das Line-up fast wie ein Blick in drei Epochen der Szene. Team Liquid bleibt einer der verlässlichen Fixpunkte – ein Team, das seit den frühen Overwatch-League-Tagen in jeder Meta eine Spur hinterlassen hat. Dass sie jetzt als Stage-3-Champions zurückkehren, gibt dem gesamten Feld direkt einen Maßstab.

Spacestation Gaming bleibt ebenfalls dabei, nach einem Jahr, in dem sie den Regionswechsel gemeistert und trotzdem ihre Identität behalten haben. Dazu kommen zwei Debüts, die sehr unterschiedliche Fanwelten ansprechen: Disguised, das Projekt von DisguisedToast, und ein völlig unerwartetes Comeback der Dallas Fuel. Gerade Letzteres fühlt sich an wie ein Echo aus der Overwatch-League-Gegenwart – eine Rückkehr, von der viele nicht sicher waren, ob sie je kommt.

EMEA liefert Stabilität – und eine Szene, die sich selbst trägt

Europa geht mit drei Partnerteams an den Start, und jedes davon hat seine eigene Geschichte in den letzten Monaten geschrieben. Twisted Minds steht nach dem Weltmeistertitel in Stockholm im Rampenlicht – eine Saison, in der sie den Druck nicht nur gehalten, sondern übertroffen haben.

Team Peps mischt weiter vorne mit, getragen von einem Jahr, in dem sie mehrfach an der Weltspitze kratzten. Virtus.pro rundet das Trio ab – trotz Verpassen der World Finals eine Organisation, die in EMEA immer wieder wichtige Marker gesetzt hat und früh zeigt, dass sie in 2026 mehr wollen als nur solide Platzierungen.

Asia formiert ein Powerhouse-Quartett

Vier Partnerteams für Asien, und jedes davon bringt eigene Dominanz mit. Team Falcons, frisch mit dem World Cup-Momentum im Rücken, wirkt wie der natürliche Favorit der Region. Crazy Raccoon hat Korea in allen drei OWCS-Stages dominiert, T1 hat in diesem Jahr mehrfach bewiesen, dass sie genau wissen, wie man die großen Teams knackt. ZETA DIVISION bleibt die Konstante aus der Overwatch-League-Vergangenheit, die den Übergang in die neue Ära fast mühelos geschafft hat.

Und wer fehlt diesmal?

Die Enttäuschung ist in Teilen der Szene spürbar. NTMR, die nach ihrer World-Finals-Leistung eigentlich ein starkes Argument geliefert hatten, bleibt außen vor und reagierte entsprechend offen. Auch Al Qadsiah – Finalist und Stage-3-Herausforderer – muss zuschauen. Ein besonders überraschender Cut ist Gen.G, das 2025 noch als Partner geführt wurde, aber für 2026 von der Liste verschwunden ist.

Für die neue Saison bedeutet das: Weniger Teams, dafür klarere Linien. Weniger Experimente, dafür mehr Profil. Und ein Partnerfeld, das schon jetzt nach einer Saison aussieht, die schneller, lauter und deutlich kompetitiver starten wird, als viele nach dem World Finals-Finale erwartet hätten.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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