Riot entfernt Atakhan für die 2026 Season

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Abschied, der sich schon abgezeichnet hat
  2. Eine Saison, die spürbar schneller wird
  3. Splitpush wird wieder ein echtes Werkzeug
  4. Was bedeutet das für den Esport?
Atakhan
Image credit: League of Legends via X

Riot hat offiziell bestätigt, dass Atakhan aus League of Legends verschwindet. Der neutrale Boss, der erst vor wenigen Monaten die komplette Map-Dynamik durcheinandergewirbelt hat, wird zum Saisonstart gestrichen. Das Studio spricht offen von „objective overload“ – zu viele Dinge auf der Map, zu viele Timings, zu wenig Klarheit.

Ein Abschied, der sich schon abgezeichnet hat

Über die Monate hatte Riot bereits versucht, Atakhan zu entschärfen. Die zweite Form wurde entfernt, ebenfalls die zweite Welle an Grubs, doch das reichte nicht, um die überladene Objektiv-Schleife zu brechen. Feats of Strength verschwinden ebenfalls, genauso wie die Blood Roses und Petals, die kaum jemand wirklich mochte.

Dafür kehren alte Bekannte zurück: First Blood und First Turret bekommen wieder Bonusgold. Und Baron Nashor spawnt künftig wieder in Minute 20 – ein Timing, das Spieler:innen seit Jahren intuitiv im Kopf haben.

Eine Saison, die spürbar schneller wird

Das Tempo auf der Rift steigt an mehreren Stellen gleichzeitig. Minions starten jetzt bei 0:30, Jungle-Camps tauchen 35 Sekunden früher auf und spätere Minion-Wellen rücken enger nach. Die Folge: frühe Pressure-Momente entstehen viel früher, Mid-Jungle-Duelle beginnen schneller, und Lanes verschieben sich deutlich dynamischer.

Dazu macht Riot epische Monster tankier und verlagert mehr Power in Buffs und Comeback-Experience. Das bedeutet: Steals werden wertvoller, Mut wird belohnt und selbst schwächelnde Teams haben wieder Werkzeuge, um ein Spiel zurückzudrehen.

Splitpush wird wieder ein echtes Werkzeug

Der spannendste Teil ist aber das, was Riot mit den Sidelanes vorhat. Türme bekommen ein neues Mechanic-Stack-System, das man für zusätzlichen Tower-Schaden konsumieren kann. Platings werden angepasst, und das Belohnen von sauberem Macro wird offensiver.

Dazu kommen Faelights als neue Vision-Spots entlang der Sidelanes. Sie markieren Wards mit erweitertem Sichtfeld – eine Art Mini-Leuchtturm für Teams, die ihre Seitendruck-Pläne sauber umsetzen wollen.

Was bedeutet das für den Esport?

Vor allem eines: weniger Zerg-Fights, mehr taktische Tiefe.

Riot lenkt das Spiel weg vom reinen Teamfight-Bingo rund um große Objectives und zurück in eine Phase, in der Struktur und Entscheidungen mehr Gewicht haben. Wenn Baron wieder früher ins Spiel rückt und gleichzeitig Splitpush-basiertes Macro belohnt wird, bekommen Teams neue Wege, um Spiele zu öffnen.

Wer sauberes Lane-Management, Tempowechsel und flache Rotationen beherrscht, wird profitieren. Wer sich an 5v5-Funnel-Fights klammert, wird Probleme bekommen. Und vor allem: Drafts müssen neu gedacht werden. Champions, die früher nur situativ spielbar waren, weil sie ab Minute 15 im Objective-Stau festhingen, werden plötzlich wieder relevant.

Die Rift wird schneller, taktischer und in ihren Nuancen unruhiger – genau die Art Meta, die starken Esports-Teams oft den größten Spielraum gibt.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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