Sentinels sind zurück auf der LCS-Bühne. Nach den Phoenix1-Jahren und einer langen Pause steigt die Organisation wieder offiziell ein und hat nun ihr komplettes Line-up vorgestellt. Head Coach Gregory Goldenglue Gilmer präsentierte den Kader am 4. Dezember und beschrieb ihn als Kombination aus jungen, „cracked“ Spielern und erfahrenen Stimmen, die dem Team Richtung geben sollen.
Ein Roster, das um Synergie gebaut wurde
Die neue Saison bringt ein Fünfergespann, das Goldenglue bewusst entlang von Spielstil, Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen zusammengestellt hat. In der Top Lane steht Impact, einer der prägendsten Spieler Nordamerikas, während HamBak im Jungle für Tempo sorgen soll. DARKWINGS übernimmt die Mitte, Rahel geht als Bot-Laner ins Rennen, und huhi bringt als Support nicht nur Erfahrung, sondern auch die Rolle eines klaren Shotcallers ein.
Goldenglue selbst kennt viele der Spieler noch aus seiner aktiven Zeit. Sein erster Fixpunkt war Rahel, den er als konstanten „Threat“ beschreibt – jemand, der nahezu in jedem Game performt. Rund um ihn entstand das Grundgerüst, verstärkt durch huhi, der als Führungsspieler und Bindeglied gelten soll. DARKWINGS wählte Goldenglue mit Blick auf sein eigenes Midlane-Know-how, das ihm helfen soll, das Academy-Talent auf das nächste Level zu bringen.
Impact war eine der spannendsten Personalien. Goldenglue zweifelte zunächst, dass der langjährige NA-Star sein Projekt unterstützen würde, bekam aber schnell ein klares Signal: Impact wollte unbedingt Teil des Teams werden – und er wollte gewinnen. Dass HamBak hinzukam, ergab sich fast organisch, da sowohl Impact als auch Rahel ihn an ihrer Seite haben wollten. Goldenglue beschreibt ihn mehrfach als „cracked“ und erwartet, dass er mit diesem Umfeld sichtbar aufblüht.
Kommunikation, Ambitionen und ein neuer LCS-Anlauf
Die Frage nach Sprachbarrieren stand natürlich im Raum, doch Goldenglue zeigte sich entspannt. Impact und huhi helfen beim Übersetzen, während HamBak und Rahel bereits aktiv Englisch lernen. Für ihn ist das kein Stolperstein, sondern Alltag – schließlich hat er während seiner gesamten Karriere mit koreanischen Spielern gearbeitet.
Die ersten Reaktionen der Community sind neugierig bis begeistert, auch wenn manche den Kader eher als koreanisch denn als nordamerikanisch wahrnehmen. Doch gerade diese Kombination aus jugendlicher Mechanik, Erfahrung und interkulturelle Routine könnte das Team zu einem der spannendsten Projekte der neuen LCS-Saison machen, die Ende Januar startet.