Zwischen Finals-Lobby, Applaus und Tactician’s Belt hat Riot Games in Paris noch schnell den Blick nach vorne geworfen. Parallel zur Krönung des TFT Paris Open Champions wurde die Roadmap für das kommende Jahr enthüllt – nicht mit harten Details, sondern mit genau den Teasern, die in der Community sofort Diskussionen lostreten.
Drei neue Sets stehen an, dazu die Rückkehr eines der beliebtesten Themen der letzten Jahre. Und irgendwo zwischen Kosmos, Wald und Musik wird ziemlich klar: TFT bleibt experimentierfreudig, ohne seine eigenen Wurzeln zu vergessen.
Drei neue Sets, drei sehr unterschiedliche Stimmungen
Der erste große Halt ist das Frühjahr. Set 17 soll bewusst an eine der zentralen Mechaniken von Teamfight Tactics anknüpfen und den Karussell-Gedanken stärker ins Zentrum rücken. Thematisch geht es nach oben, weit weg vom Board, hinein ins Kosmische. Es klingt nach einem Set, das weniger über Lore spricht und mehr über Gefühl, Timing und Entscheidungen im Moment.
Im Sommer wird es dann erdiger. Set 18 soll eine bekannte Set-Mechanik aus der Vergangenheit neu interpretieren und in einen grünen, fast märchenhaften Rahmen setzen. Riot spricht von Magie, von Wachstum und von einem Setting, das sich deutlich vom Sci-Fi-Ton davor abhebt. Was genau zurückkehrt, bleibt offen – und genau das macht den Reiz aus.
Zum Jahresende schlägt TFT schließlich einen ganz anderen Ton an. Set 19 dreht sich um Musik, große Auftritte und das Gefühl eines Events, für das man sich Tickets sichern muss. Mehr als diese Stimmung hat Riot noch nicht preisgegeben, aber allein die Richtung lässt Raum für alles zwischen Rhythmus, Show und vielleicht auch ein bisschen Chaos auf dem Board.
Alte Liebe kehrt zurück – und ein Jubiläum obendrauf
Neben den neuen Sets hat Riot auch bestätigt, dass Fates: Festival of Beasts zum Lunar Revel zurückkehrt. Für viele ist das weniger Nostalgie als ein Statement. Dieses Set gilt bis heute als eines der emotionalsten Kapitel von TFT und passt thematisch perfekt in den Jahresanfang.
Im Sommer wird außerdem Pengu’s Party wieder gefeiert, diesmal anlässlich des siebten Geburtstags von Teamfight Tactics. Kein großes Gameplay-Versprechen, aber ein klarer Hinweis darauf, wie wichtig diese kleinen, gemeinschaftlichen Momente für das Spiel geworden sind.
PvE bleibt Thema, aber nicht sofort
Beim Rückblick auf das laufende Jahr wurde auch kurz über Ao Shin’s Ascent gesprochen, den ersten ernsthaften Schritt von TFT in Richtung PvE. Riot zeigt sich zufrieden mit dem Feedback, betont aber gleichzeitig, dass neue PvE-Erfahrungen zwar kommen sollen, jedoch nicht fest für das kommende Jahr eingeplant sind.
Die Botschaft zwischen den Zeilen ist klar: Das Experiment geht weiter, aber ohne Druck, es sofort auszurollen.
Las Vegas als Abschluss
Den Schlusspunkt der Roadmap setzt das TFT Las Vegas Open. Nach Paris und Macao kehrt das Open-Format damit nach Nordamerika zurück. Ein vertrauter Ort, ein vertrautes Konzept – und ein passender Rahmen für ein Jahr, das weniger auf radikale Umbrüche setzt, sondern auf saubere Weiterentwicklung.
TFT bleibt damit genau das, was es seit Jahren ausmacht: ein Spiel, das sich verändert, ohne sich selbst zu verlieren.