In der neuen Forbes-Ausgabe zur 30-Under-30-Games-Liste tauchen zwei Namen auf, die in VALORANT kaum jemand überhört hat: Tyson ‘TenZ’ Ngo und Alexis ‘alexis’ Guarrasi. Beide stehen an völlig unterschiedlichen Punkten ihrer Karriere, doch genau das macht die Auswahl so spannend – hier werden zwei Wege ausgezeichnet, die das Spiel und seine Szene auf ihre jeweils eigene Art geprägt haben.
Warum alexis auf der Liste landet
Alexis hat mit gerade einmal 23 schon mehr erreicht als viele Spielerinnen in einem ganzen Esport-Leben. Seit 2020 ist sie in Riot’s Shooter unterwegs, und Forbes nennt sie die höchstverdienende Frau in der VALORANT-Geschichte. Über 150.000 Dollar Preisgeld, zwei Game Changers Championships hintereinander und eine Karriere, die eng mit der Entwicklung der Frauen-Szene verbunden ist.
Dass sie den Moment kaum fassen konnte, klingt in ihrem Post durch – ein schlichtes “At a loss for words”, aber man spürt, wie viel Arbeit und Rückgrat darin steckt. Nebenbei baut sie mit Teamkollegin meL gerade ein eigenes Podcast-Projekt auf. Es fühlt sich an, als würde sie die eigene Legacy schon während des aktiven Spielens selbst mitschreiben.
TenZ – der Spieler, der zum Gesicht eines Esports wurde
TenZ dagegen steht inzwischen auf der anderen Seite der Stage – nicht mehr als aktiver Pro, sondern als Creator, Analyst, stiller Archivar einer Ära, die er selbst mitgeprägt hat. Seine großen Turniere sind noch nicht lange her: Masters Madrid gewonnen, Top-4 bei Champions, globaler Superstar-Status. Und dann der Rückzug im Herbst, fast lautlos, aber nicht leise.
Was ihm die Forbes-Platzierung bringt, ist nicht nur der sportliche Erfolg, sondern die Art, wie er danach weiterarbeitet. Seine Awards-Show für die VCT- und Game-Changers-Szene war einer dieser Momente, in denen er zeigt, dass er immer noch derjenige ist, der Trends setzt – nur eben aus einer anderen Perspektive.
Was die Auswahl bedeutet
Forbes will mit diesen Listen Menschen hervorheben, die in ihrer Branche Spuren hinterlassen. Dass ausgerechnet zwei VALORANT-Persönlichkeiten so prominent vertreten sind, zeigt, wie sehr der Titel sich über klassische Esport-Strukturen hinaus bewegt hat. Neben alexis und TenZ tauchen auch weitere Namen aus der erweiterten Gaming-Szene auf: Jordan Lazarus von Xen Gaming, Carry1st-Manager Spencer Ma, oder Twitch-Streamerin Emiru, die mit ihren Cosplays längst eine eigene Marke geworden ist.
Im Kern aber macht die Auswahl von TenZ und alexis deutlich, wie vielschichtig VALORANT inzwischen geworden ist: Ein Esport, der Platz hat für Champions, Community-Builder, Creator – und für Menschen, die weit über die Server hinaus Einfluss nehmen.