Die Non-Profit-Organisation Brace for Impact hat eine Partnerschaft mit der ESL FACEIT Group bekanntgegeben – mit einem klaren Ziel: der Frauen- und FLINTA*-Szene in Counter-Strike 2 auch ohne ESL Impact weiterhin Struktur, Wettbewerb und Sichtbarkeit zu geben.
Konkret wird Brace for Impact über FACEIT Clubs eigene Wettbewerbe organisieren. Geplant sind Events über das gesamte Jahr hinweg, verteilt auf fünf Regionen. Kein einmaliges Showcase, kein kurzfristiges Pflaster, sondern ein laufender Kalender.
Ein direkter Schritt nach dem Ende von ESL Impact
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Erst vor wenigen Monaten wurde ESL Impact nach der achten Saison eingestellt – lange Zeit das größte und wichtigste CS-Turnierformat für Frauen weltweit. Als Grund nannte ESL ein wirtschaftlich nicht tragfähiges Modell, was in der Szene schnell die Sorge auslöste, dass wieder einmal der Boden unter den Füßen wegbricht.
Genau hier setzt Brace for Impact an. Co-Founderin t4tiana bestätigte, dass sich die Organisation gezielt um Partnerschaften und Finanzierung bemüht hat, um diese Lücke nicht einfach offen zu lassen. Das Ergebnis ist nun die Zusammenarbeit mit der ESL FACEIT Group – und ein Plan, der über einzelne Cups hinausgeht.
Wettbewerbe über das ganze Jahr
Brace for Impact will nicht auf ein großes Highlight setzen, sondern auf Konstanz. Über FACEIT Clubs sollen das ganze Jahr über Turniere laufen, ergänzt durch regionale Leaderboards. Bereits im Januar starten erste Online-Events für Europa, die Americas, Ozeanien und Südafrika, mit kleineren, aber regelmäßigen Prizepools.
Scott Park, Co-Founder von Brace for Impact, formulierte es bewusst nüchtern: Man plane garantierte Events über den kompletten Kalender hinweg – und wenn es passt, auch mehr. Genau diese Verlässlichkeit war zuletzt eines der größten Probleme für Spielerinnen und Teams.
Mehr als nur ein Lückenfüller
In ihrem Statement spricht t4tiana davon, das Vermächtnis der Impact Cash Cups weiterzutragen – aber eben in größerem Rahmen. Statt drei Regionen sollen es künftig fünf sein, mit monatlichen Wettbewerben und klarer Struktur. Kein Ersatz aus der Not heraus, sondern ein neuer Unterbau, der langfristig funktionieren soll.
Für die Women’s-CS-Szene ist diese Partnerschaft ein wichtiges Signal. Nicht, weil sie sofort alles löst, sondern weil sie zeigt, dass nach dem Ende von ESL Impact nicht einfach Stille herrscht. Es wird neu gedacht, kleiner kalkuliert, aber breiter aufgestellt – und genau das könnte am Ende nachhaltiger sein als das große, teure Flaggschiff.