Fnatic baut um: blameF raus, Maden rein

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Wechsel mit klarer Richtung
  2. Fnatic startet mit neuem Gesicht in die Qualifier
  3. blameF zieht weiter – und wird sofort zum Kapitän
FNATIC
Image credit: FNATICCS via X

Der nächste Umbau im europäischen Counter-Strike 2-Kosmos ist offiziell. Fnatic trennt sich vor der neuen Saison von Benjamin ‚blameF‘ Bremer und setzt stattdessen auf frische Energie in der Entry-Rolle. Neu im Line-up ist Pavle ‚Maden‘ Bošković, der künftig für mehr Tempo und Druck im aktuellen Meta sorgen soll.

Der Schritt kommt nicht überraschend, wirkt aber bewusst gesetzt. Fnatic spricht offen davon, „das System“ weiterzubauen – mit klarerem Fokus auf proaktives Rifling und aggressivere Openings. Kurz gesagt: Weniger Absicherung, mehr Initiative.

Ein Wechsel mit klarer Richtung

Maden bringt genau das Profil mit, das Fnatic gesucht hat. Nach mehreren Monaten bei Zero Tenacity sammelte er zuletzt zusätzliche Erfahrung als Stand-in bei Ninjas in Pyjamas, inklusive Turniersieg beim Roman Imperium Cup III. Kein langfristiges Pflaster, aber genug, um sich auf höherem Niveau zu zeigen – und offenbar genug, um Fnatic zu überzeugen.

Patrik Sättermon, Co-Owner der Organisation, ordnet den Move nüchtern ein. Es gehe darum, im Valve Regional Standings-Rennen wieder Boden gutzumachen und Entscheidungen zu treffen, die kurzfristig wehtun, langfristig aber Struktur bringen. Kein Reset, sondern Feintuning am Fundament.

Maden soll genau dort ansetzen. Mehr Initiative in den ersten Sekunden der Runde, mehr Präsenz im Midgame, weniger Reaktion, mehr Aktion. In einem Meta, das frühe Kontrolle belohnt, kein kleines Detail.

Fnatic startet mit neuem Gesicht in die Qualifier

Seinen ersten offiziellen Auftritt für Fnatic bekommt Maden bereits Mitte Januar bei den Closed Qualifiers der BLAST Bounty Season 1. Als 18. Seed geht das Team ohne gesetztes Bounty ins Turnier – sportlich kein Nachteil, mental vielleicht sogar angenehmer. Weniger Zielscheibe, mehr Fokus aufs eigene Spiel.

blameF zieht weiter – und wird sofort zum Kapitän

Parallel zur Trennung hat blameF auch direkt ein neues Zuhause gefunden. Berlin International Gaming verpflichtet den Dänen und überträgt ihm direkt die Rolle als Ingame-Leader. Für BIG ist das ein klares Signal: Erfahrung, Struktur und Führung sollen helfen, den Sprung zurück Richtung Tier 1 zu schaffen.

Der Kaderumbau bei BIG läuft ohnehin auf Hochtouren, blameF wird dabei zur zentralen Figur. Aktuell noch außerhalb der direkten Einladungsränge platziert, setzt die Organisation auf einen klaren Leader, um Konstanz und Richtung ins Spiel zu bringen.

Zwei Organisationen, zwei unterschiedliche Wege – aber beide mit demselben Ziel. Wieder relevant sein, wenn es wirklich zählt.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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