ONIC ID meldet sich im M7-Swiss zurück

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Ein Favorit wackelt – und fängt sich wieder
  2. Andere träumen, zwei verabschieden sich
  3. Alles entscheidet sich am letzten Tag
ONIC ID
Image credit: Onic.esports via Instagram

Es war einer dieser Tage, an denen es kein Sicherheitsnetz mehr gibt. Verlieren heißt raus. Gewinnen heißt weiter hoffen. Genau in diesem Modus bewegte sich Tag fünf der Swiss Stage bei der MLBB M7 World Championship – und genau hier hat ONIC ID endlich wieder wie ONIC ID ausgesehen.

Nach einem Turnierstart, der so gar nicht zu den Erwartungen passen wollte, hat sich das indonesische Topteam im richtigen Moment stabilisiert. Der Einzug in die Knockout Stage ist noch nicht fix, aber plötzlich wieder realistisch.

Ein Favorit wackelt – und fängt sich wieder

Die Geschichte dieses Turniers ist für ONIC bisher keine einfache. Als First Seed aus Indonesien angereist, vor heimischem Publikum, mit Titelambitionen. Stattdessen Niederlagen gegen Yangon Galacticos und Team Spirit, Unsicherheit, Fragezeichen. Für ein Team dieses Kalibers ein ungewohnter Platz.

Dabei war die Ausgangslage klar. ONIC kam mit Rückenwind, mit einer starken Saison im Gepäck, inklusive eines vierten Platzes beim Mid-Season Cup. Dass es im Swiss Stage trotzdem so holprig lief, hat viele überrascht.

Gegen EVIL aus Singapur wirkte ONIC dann endlich wieder sortiert. Kein Zögern, kein Chaos, kein unnötiges Risiko. Zwei Maps, beide unter 13 Minuten beendet, beide klar kontrolliert.

Im ersten Spiel zog ONIC früh davon und baute einen massiven Goldvorsprung auf. Im zweiten reichte ein einziger Lord-Fight, um EVIL komplett aus dem Spiel zu nehmen. Danach war es nur noch Formsache. 2-0, deutlich, souverän.

Damit fehlt ONIC nur noch ein Sieg für das Knockout.

Andere träumen, zwei verabschieden sich

Während ONIC aufatmet, endete für andere der Weg hier. Team Zone aus der Mongolei und Black Sentence Esports sind raus.

CFU Gaming setzte sich gegen Team Zone durch. Das erste Spiel war ein klares Statement, das zweite deutlich enger. Team Zone stemmte sich gegen das Aus, holte Lords, drehte Momentum, stand kurz vor dem Comeback. Am Ende reichte es nicht. Ein letzter Lord, eine letzte Push-Phase, dann war Schluss.

Auch Black Sentence musste gehen. Gegen CG Esports aus Malaysia entwickelte sich eine Serie, die lange offen blieb. Nach einem dominanten ersten Spiel von CG kämpfte sich BSE zurück, erzwang das dritte Game. Dort entschied ein später Teamfight alles. Fast das komplette Line-up von BSE fiel, CG nutzte die Lücke und machte den Sack zu.

Für Malaysia ist das ein wichtiger Schritt. Die Region wächst, das Niveau steigt, und mit Blick auf kommende Strukturänderungen ist jedes internationale Ergebnis ein Signal.

Alles entscheidet sich am letzten Tag

Der Swiss Stage geht damit in den finalen Tag. Drei Tickets für die Knockout Stage sind noch offen, der Druck maximal. Die Paarungen haben es in sich.

Team Spirit trifft auf CFU Gaming. Yangon Galacticos bekommt es mit CG Esports zu tun. Und ONIC ID steht vor der vielleicht wichtigsten Serie bisher gegen Falcons Middle East.

Es gibt keine einfachen Wege mehr. Nur noch direkte Duelle, nur noch Ergebnisse.

Für ONIC ist die Botschaft klar. Der Favoritenstatus ist noch nicht eingelöst, aber auch noch nicht verspielt. Ein Spiel trennt sie vom Weiterkommen. Und nach diesem Auftritt fühlt sich das plötzlich wieder machbar an.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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