PGL betritt die MLBB-Bühne in Europa

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Offene Quali, klarer Weg ins Main Event
  2. Das Main Event: Mehr Tiefe, mehr Serien
  3. Warum dieser Schritt für PGL spannend ist
  4. MLBB vor einem Umbruch
PGL
Image credit: PGLEsports via X

PGL macht ernst mit Mobile Esports. Mit dem PGL Mobile Legends: Bang Bang Challengers EU Open Qualifier feiert der Turnierveranstalter seinen Einstieg in die europäische MLBB-Szene – und setzt direkt auf ein offenes Format, das ambitionierten Teams eine klare Bühne bietet. Für einen Organizer, der bisher vor allem mit Dota 2 und Counter-Strike verbunden war, ist das ein bemerkenswerter Schritt.

Offene Quali, klarer Weg ins Main Event

Der EU Open Qualifier steigt am Dienstag, dem 13. Januar, mit Start um 17:00 Uhr MEZ. Anmeldungen laufen über Battlefy, der Check-in öffnet 30 Minuten vor Turnierbeginn. Gespielt wird im klassischen Single-Elimination-Setup, größtenteils im BO1 – erst in den entscheidenden Matches um die Qualifikation wird auf BO3 hochgeschaltet.

Am Ende des Abends stehen acht Teams fest, die sich ein Ticket für das Challengers Main Event sichern. Dieses folgt nur wenige Tage später, vom 16. bis 18. Januar, und bringt deutlich mehr Struktur – und deutlich mehr Druck.

Das Main Event: Mehr Tiefe, mehr Serien

Im Main Event werden die acht qualifizierten Teams zufällig in ein Double-Elimination-Bracket gesetzt. Die frühen Upper-Bracket-Runden sowie große Teile des Lower Brackets laufen im BO3, bevor es in den entscheidenden Phasen ernster wird. Upper-Bracket-Finale und Lower-Bracket-Finale werden als BO5 ausgespielt, das große Finale sogar als BO7 – mit ausreichend Pause dazwischen, um Reset-Diskussionen und Momentum-Shifts Raum zu geben.

Insgesamt geht es um ein Preisgeld von 4.700 Euro, dazu kommen 300 Euro für den MVP des Turniers. Kein gigantischer Pot, aber genug, um Competitive-Anspruch und Motivation sauber zu setzen.

Warum dieser Schritt für PGL spannend ist

Für PGL ist das mehr als nur ein weiteres Event im Kalender. Der Einstieg in Mobile Legends: Bang Bang kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Szene international stark in Bewegung ist – und Europa nach wie vor als Entwicklungsmarkt gilt. Offene Qualifier sind dabei ein bewusstes Signal: niedrigschwelliger Einstieg, aber klare Leistungsfilter.

MLBB vor einem Umbruch

Der Qualifier fällt mitten in eine Phase, in der Mobile Legends esportsweit neu sortiert wird. In Jakarta läuft aktuell noch die M7 World Championship, das große Finale der vergangenen Saison. Direkt danach startet das nächste Wettbewerbsjahr, inklusive neuer Ligen und struktureller Anpassungen.

MOONTON Games hat bereits bestätigt, dass mehrere Regionen ab sofort auf ein Franchise-Modell umstellen. Gleichzeitig soll auch der nordamerikanische Challenger-Bereich zurückkehren. In diesem Kontext wirkt PGLs Einstieg weniger wie ein Experiment – und mehr wie ein bewusst gesetzter Fuß in eine Szene, die gerade erst anfängt, sich global neu auszubalancieren.

Für europäische Teams heißt das: Bühne da, Slot offen, Druck real. Jetzt muss nur noch gespielt werden.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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