VCT 2026: Riot öffnet den Weg zur Champions

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Kickoff und Stage 1 werden härter
  2. Stage 2 bringt Challengers direkt ins Spiel
  3. Mehr Druck, mehr Durchlässigkeit, weniger Komfort
VCT 2026
Image credit: ValorantEsports via X

Riot Games greift für die kommende Saison tief in die Struktur der VALORANT Champions Tour ein. Was auf dem Papier nach Format-Feinschliff aussieht, ist in Wahrheit ein klarer Kurswechsel: weniger Abschottung, mehr Leistungsprinzip, mehr echte Durchlässigkeit zwischen International Leagues und Challengers. Wer nach oben will, bekommt eine Chance. Wer sie nutzt, bleibt drin.

Ziel der Umstrukturierung ist klar formuliert. Der Weg zur VALORANT Champions soll nicht mehr nur über etablierte Tier-1-Namen führen, sondern über konstante Performance über die gesamte Saison hinweg. Der Preis dafür ist ein deutlich anspruchsvollerer Kalender.

Kickoff und Stage 1 werden härter

Die Saison startet mit einem deutlich ausgeweiteten Kickoff. Zwölf Teams pro International League, erstmals im Triple-Elimination-Format. Drei Niederlagen sind nötig, um wirklich rauszufliegen. Das sorgt für längere Runs, mehr Anpassung und weniger Zufallsopfer durch einen schlechten Tag.

Am Ende des Kickoffs qualifizieren sich drei Teams pro Liga für VALORANT Masters Santiago. Die Entscheidung fällt an drei aufeinanderfolgenden Tagen, jeweils mit einem Qualifier pro Tag. Wer hier durchkommt, hat Momentum, wer scheitert, fällt nicht direkt ins Nichts.

Nach Masters Santiago folgt Stage 1. Die International Leagues werden in zwei Gruppen aufgeteilt, jede spielt eine einfache Round-Robin-Phase. Die besten vier Teams ziehen in die Stage-1-Playoffs ein und kämpfen dort um drei Tickets für Masters London. Für die unteren beiden Teams jeder Gruppe ist an dieser Stelle Schluss, keine Playoffs, kein Masters, keine Abkürzung.

Stage 2 bringt Challengers direkt ins Spiel

Stage 2 ist der eigentliche Kern der Neuerung. Nach einer erneuten Gruppenphase qualifizieren sich die Top vier Teams direkt für die Playoffs. Die restlichen acht Teams landen nicht automatisch im Aus, sondern müssen in die Play-Ins. Dort treffen sie auf die jeweils vier besten Challengers-Teams ihrer Region.

Zwölf Teams, vier Plätze, ein direkter Weg in die Playoffs. Wer hier überlebt, darf realistisch von der Champions träumen. Am Ende der Stage-2-Playoffs qualifizieren sich die besten zwei Teams direkt für Champions Shanghai. Die letzten beiden Plätze gehen an die Teams mit den meisten Championship Points über die gesamte Saison hinweg.

Riot setzt damit bewusst auf Kontinuität statt Momentaufnahmen. Einzelne Peaks helfen, aber ohne konstante Ergebnisse wird es nicht reichen.

Mehr Druck, mehr Durchlässigkeit, weniger Komfort

Mit der neuen Struktur rücken Tier 1 und Tier 2 näher zusammen als je zuvor. Challengers-Teams bekommen echte Relevanz, International-League-Teams verlieren ihren Komfortpuffer. Jeder Abschnitt der Saison zählt, jede Platzierung hat Konsequenzen.

Für die Szene bedeutet das mehr Bewegung, mehr Upset-Potenzial und weniger tote Phasen. Für die Teams heißt es Anpassung, Vorbereitung und langfristiges Denken. Die VCT wird damit weniger berechenbar, aber genau das scheint gewollt zu sein.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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