Valve schraubt Anubis um und startet Premier Season Four

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Anubis fühlt sich vertraut an – und doch nicht mehr gleich
  2. Bewegung und SMGs rücken in den Fokus
  3. Skins, Seasonstart und ein kleines Cache-Zeichen
  4. Ein Patch zur richtigen Zeit
Anubis
Image credit: via counter-strike.net

Mit dem Start von Premier Season Four hat Valve nicht einfach nur eine neue Ranked-Phase eingeläutet, sondern direkt an einem der sensibelsten Stellräder von Counter-Strike 2 gedreht. Anubis ist zurück im Active-Duty-Pool – und fühlt sich nach dem Update merklich anders an. Wer die Map auswendig kannte, muss jetzt neu denken.

Der Patch bringt Layout-Änderungen, kleine, aber relevante Waffen-Buffs und subtile Anpassungen an der Bewegung. Keine Revolution, aber genug, um frühe Matches spürbar chaotischer zu machen.

Anubis fühlt sich vertraut an – und doch nicht mehr gleich

Die auffälligste Änderung betrifft die Mid-Struktur. Die Türen wurden gespiegelt, der Drop in Richtung Canal liegt jetzt direkt davor. Das klingt klein, verschiebt aber Timing, Utility-Nutzung und frühe Map-Kontrolle. Mid ist weniger vorhersehbar, Rotationen fühlen sich riskanter an, gerade für CTs, die bisher auf feste Abläufe gesetzt haben.

Auch die Bombsites haben Feinschliff bekommen. Auf B gibt es nun eine Öffnung oben an der E-Box, die neue Granatenlinien erlaubt. A wurde defensiver gedacht: Boxen oberhalb der Stufen geben Verteidigern mehr Möglichkeiten, aggressive Executions zu bremsen. Anubis bleibt schnell, aber nicht mehr ganz so gnadenlos offen.

Bewegung und SMGs rücken in den Fokus

Abseits der Map hat Valve auch an der Mechanik geschraubt. Landungen werden jetzt über Subtick berechnet, Springen und Aufkommen nutzen kein klassisches Stamina-System mehr, sondern die Landing Time. Für viele fühlt sich das erstmal subtil an, aber Bunnyhops und Movement-Routinen brauchen Feingefühl. Wer hier sauber ist, kann Vorteile herausspielen – wer es nicht ist, verliert Tempo.

Dazu kommen Damage-Buffs für MP7 und MP5-SD. Kein kompletter Meta-Flip, aber ein klares Signal. SMGs sind wieder etwas relevanter, vor allem in Eco- und Force-Situationen. Gerade auf einer Map wie Anubis, wo enge Räume und schnelle Fights dominieren, könnte das schnell Auswirkungen zeigen.

Skins, Seasonstart und ein kleines Cache-Zeichen

Parallel zum Gameplay-Update starten zwei neue Skin-Kollektionen im Weekly Care Package. Harlequin setzt auf grelle Farben, Achroma auf helle, fast sterile Designs. Geschmackssache, aber klassisch Valve: neue Saison, neue Optik.

Fast beiläufig kam dann noch ein Satz, der die Community kurz innehalten ließ. Auf die Nachfrage von NAVI zum Status von Cache antwortete Valve schlicht mit „It’s cooking“. Mehr nicht. Kein Datum, kein Teaser – aber genug, um die Gerüchteküche wieder anzuwerfen.

Ein Patch zur richtigen Zeit

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Mit laufenden Qualifiern und den ersten großen Events der Saison steht Anubis sofort unter Beobachtung. Pros müssen improvisieren, Analysten neu rechnen, und Zuschauer bekommen Matches, die weniger eingespielt wirken als sonst.

Premier Season Four startet damit nicht ruhig, sondern bewusst mit Reibung. Genau das sorgt dafür, dass Counter-Strike sich lebendig anfühlt – selbst dann, wenn eigentlich „nur“ ein paar Türen versetzt und ein paar Waffen leicht gebufft wurden.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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