British Esports unterzeichnet Armed Forces Covenant

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Konkrete Zusagen statt Symbolpolitik
  2. Schnittstellen zwischen zwei Welten
  3. Ambitionen über das Militär hinaus
British Esports
Image credit: via britishesports.org

Esport und Militär sind zwei Welten, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben.

Und doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder.

Die British Esports Federation hat nun offiziell den Armed Forces Covenant unterzeichnet. Präsident Chester King setzte seine Unterschrift am 4. Dezember unter das Dokument und verpflichtete die Organisation damit, aktive Soldaten, Reservisten, Veteranen und deren Familien zu unterstützen.

Konkrete Zusagen statt Symbolpolitik

Mit der Unterzeichnung geht British Esports mehrere Verpflichtungen ein. Dazu gehört die aktive Förderung von Armed Forces Day und ähnlichen Veranstaltungen sowie die Zusammenarbeit mit militärischen Einrichtungen.

Zudem sollen Service-Spouses und Partner aus dem Militärumfeld von Vergünstigungen profitieren. British Esports will Zugang zu Lieferkettenpartnern ermöglichen, reduzierte Preise für Büroflächen, Konferenzräume und andere Einrichtungen anbieten und Praktikumsplätze für Mitglieder der Streitkräfte-Community schaffen.

Auch Programme in Zusammenarbeit mit dem britischen Verteidigungsministerium sind geplant. Darüber hinaus soll es Unterstützung für Reservisten innerhalb der Organisation sowie für ehrenamtliche Leiter in militärischen Kadettenorganisationen geben.

„Our signing of the Armed Forces Covenant underscores our commitment to supporting military personnel in the UK and beyond,“ erklärte Chester King. „We recognise the contribution that service personnel, reservists, veterans, the cadet movement and military families make to our organisation, our community and to the country, and we will seek to uphold the principles of the Armed Forces Covenant.“

Schnittstellen zwischen zwei Welten

Berührungspunkte zwischen Militär und Esport gibt es schon länger.

2025 richtete die Royal Navy auf dem Flugzeugträger HMS Prince of Wales eine eigene Esports-Suite ein, in Zusammenarbeit mit British Esports. Zwölf Alienware-PCs stehen dort für interne Turniere bereit.

Auch der British Forces Broadcasting Service startete mit der BFBS Pro League einen Wettbewerb speziell für die britische Streitkräfte-Community. Das Grand Final fand an der University of Staffordshire statt.

Solche Initiativen zeigen, dass Gaming längst Teil moderner Freizeit- und Teamkultur geworden ist – selbst in traditionell strukturierten Institutionen.

Ambitionen über das Militär hinaus

Parallel dazu treibt British Esports seine allgemeinen Wachstumspläne weiter voran.

Eine Partnerschaft mit der Loughborough University soll Bildungsprogramme stärken und die Branche akademisch verankern. Zudem strebt die Organisation den Status als National Team Partner für den kommenden Esports Nations Cup an, mit dem Ziel, ein offizielles britisches Team ins Rennen zu schicken.

In Sunderland entsteht außerdem eine neue Gaming- und Esports-Arena mit 200 Sitzplätzen, Content-Studios und Trainingsflächen.

Mit der Unterzeichnung des Armed Forces Covenant positioniert sich British Esports nicht nur als Branchenverband, sondern auch als gesellschaftlicher Akteur. Es geht um Struktur. Um Verantwortung. Und um die Frage, welche Rolle Esport in der britischen Gesellschaft künftig spielen will.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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