Die Esports Integrity Commission (ESIC) hat eine lebenslange Dota-2-Sperre für Juan „Vintage“ Angulo, den ehemaligen Sporting Director des südamerikanischen Teams PlayTime, sowie eine Sperre von fünf Jahren für den Spieler Gonzalo „DarkMago“ Herrera verhängt.
Beide Personen waren in einen Match-Fixing-Skandal während des Dota-2-Turniers des Esports World Cup (EWC) 2026 verwickelt.
PlayTime ist eine internationale Esports-Organisation mit Sitz auf den Philippinen und einer südamerikanischen Dota-2-Mannschaft. Vintage wurde im Mai dieses Jahres zum Coach des Teams und nahm nur wenige Tage später die Position des Sporting Directors an.
Laut der ESIC war Vintage Teil eines Match-Fixing-Vorfalls, bei dem er eine Zahlung erhalten sollte, falls sein Team das Gruppenspiel gegen Team Liquid beim EWC 2026 mit 0-2 verlor. Zudem hat er andere Parteien zur Teilnahme an der Abmachung überredet und nicht mit der Untersuchung der ESIC kooperiert.
Allerdings ging das Match vom 7. Juli 1-1 aus, und die ESIC konnte keine Match-Fixing-Zahlung an Vintage nachweisen. Die Organisation hat in ihrem offiziellen Untersuchungsergebnis von gestern die Liste aller sechs Vorwürfe gegen Vintage zusammengefasst. Diese wurden anhand zahlreicher Quellen belegt, darunter Interviews mit beteiligten Personen sowie Finanz- und Wettinformationen.
Die ESIC wurde am 13. Juli über den Vorfall informiert und hatte bereits am nächsten Tag vorläufige Sperren für Vintage und DarkMago auferlegt. Beide wurden am 15. Juli von PlayTime entlassen.
DarkMago trägt Mitschuld
PlayTimes ehemaliger Dota-2-Spieler DarkMago machte sich mitschuldig, da er von der Match-Fixing-Abmachung wusste, diese jedoch nicht der ESIC gemeldet hatte. Die ESIC wertete dies als Verstoß gegen DarkMagos Meldungs- und Integritätsverpflichtungen.
Deswegen wurde der Spieler für fünf Jahre gesperrt. Die Suspendierung gilt vom 14. Juli dieses Jahres bis zum 13. Juli 2031. Während dieser Zeit darf DarkMago, genau wie Vintage, weder als Spieler noch als Coach, Analyst, Manager oder Teammitglied tätig sein.
Allerdings haben beide das Recht, Berufung gegen die Entscheidung der ESIC beim International Games and Esports Tribunal (IGET) einzulegen.