VALORANT Champions 2025: Co-Streamer übernehmen

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. 58 Prozent der Watchtime durch Co-Streams
  2. Creator statt Konkurrenz
  3. Pacific-Teams prägen die Szene
VALORANT
Image credit: Esports Charts

VALORANT Champions 2025 ist offiziell das drittmeistgesehene Turnier in der Geschichte der VCT. Esports Charts berichtet von einem Peak von 1,47 Millionen Zuschauern und fast 48 Millionen geschauten Stunden. Damit zeigte das Event in Paris, dass Riots Taktikshooter nichts an Strahlkraft verloren hat. NRG Esports krönte sich in einem intensiven Finale zum Champion – und die Fans verfolgten das Spektakel auf völlig neue Weise.

58 Prozent der Watchtime durch Co-Streams

Der vielleicht spannendste Aspekt des Turniers lag nicht im Spiel, sondern im Stream. Über 58 Prozent der gesamten Stunden entfielen auf Co-Streamer – ein Rekordwert in der Geschichte des VALORANT-Esports. Statt auf offizielle Übertragungen zu setzen, schalteten Fans lieber bei Creatorn ein, die das Event auf ihre eigene Weise kommentierten.

Ganz vorne dabei: Pujan „FNS“ Mehta mit 3,87 Millionen Stunden Watchtime. Doch die Überraschung kam aus einer anderen Ecke – vom deutschen Streamer Mark „OhnePixel“ Zimmermann. Eigentlich bekannt für Counter-Strike, schaltete er nur am Finaltag ein und zog trotzdem mehr als 70.000 Zuschauer im Schnitt über sechs Stunden hinweg. Seine Reaktionen, seine Begeisterung, sein völliger Neuling-Blick auf VALORANT – all das machte ihn zum Phänomen des Wochenendes.

Creator statt Konkurrenz

OhnePixel ist das beste Beispiel für Riots neue Offenheit im Esport. Co-Streaming ist längst kein Nebenformat mehr, sondern ein wichtiger Teil des Erlebnisses. Statt in Konkurrenz zu treten, bringen Creator eigene Zielgruppen mit – Menschen, die sonst nie eingeschaltet hätten. Dass ein CS2-Streamer in einem VALORANT-Finale mehr Zugkraft hat als etablierte Gesichter, zeigt, wie stark sich die Grenzen zwischen den Communities verschieben.

Auch international wächst der Einfluss: Spanische und japanische Co-Streams erreichten Hunderttausende, während TikTok Live mit über 70.000 gleichzeitigen Zuschauern beweist, dass die nächste Generation von Fans längst eigene Plattformen bevorzugt.

Pacific-Teams prägen die Szene

Die Spiele, die für die höchsten Peaks sorgten, erzählen ihre eigene Geschichte. Neben dem NRG-Fnatic-Finale dominierten Matches mit Paper Rex das Event – egal ob gegen Fnatic, DRX oder Team Heretics. Besonders PRX und DRX zogen enorme internationale Aufmerksamkeit auf sich und sammelten zusammen über 21 Millionen Stunden Watchtime.

Auch sprachlich wurde Champions 2025 zum globalen Event: Englische Streams führten mit 794.000 Peak-Zuschauern, doch Portugiesisch und Japanisch folgten dicht dahinter. Paris wurde so zum Symbol für ein VALORANT, das in alle Richtungen wächst – geografisch, technisch und kulturell.

Co-Streaming ist dabei kein Experiment mehr, sondern die neue Normalität. Und wenn 2025 eines gezeigt hat, dann dass VALORANT seine Zukunft längst verstanden hat: Sie gehört den Fans – und denen, die mit ihnen live mitfiebern.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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