Electronic Arts hat seine Quartalszahlen für das zweite Finanzquartal 2026 veröffentlicht – und die zeigen ein gemischtes Bild. Während die Gesamterlöse des Publishers um 13 % gesunken sind, legt Apex Legends weiter zu und wächst laut EA im zweistelligen Bereich.
Rückgang bei den Gesamtbuchungen, klare Ausnahme im Esport
EA meldet für das zweite Quartal Nettobuchungen in Höhe von 1,18 Milliarden US-Dollar, ein Minus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen begründet den Rückgang mit dem starken Vorjahresvergleich, als College Football 25 die Zahlen in die Höhe trieb.
Trotz des Rückgangs hebt EA in seinem Bericht mehrere Erfolgstitel hervor – allen voran Apex Legends. Das Battle-Royale-Spiel, das seit Jahren den Esport-Kern des Unternehmens bildet, verzeichnete laut Bericht zweistellige Zuwächse. Eine Entwicklung, die umso bemerkenswerter ist, da EA im Frühjahr noch einen Rückgang von 40 Prozent prognostiziert hatte.
Neben Apex performten auch die Sportreihen Madden NFL 26 und FC 26 HD stark, beide mit positiven Wachstumszahlen im Jahresvergleich. Zudem hob EA den Release von skate und Battlefield 6 hervor.
Apex Legends bleibt EAs Esport-Zugpferd
Für Apex Legends läuft 2025 ohnehin überdurchschnittlich gut. Die Apex Legends Global Series (ALGS) erzielte im Split 2 Finale der Pro League laut Esports Charts Spitzenwerte von knapp 65.000 gleichzeitigen Zuschauern – allein in der Americas-Region.
Mit Blick auf 2026 steht bereits das große ALGS Championship-Event an, bei dem die besten Teams der Welt gegeneinander antreten werden.
EA selbst bleibt in Zukunft etwas verschlossener: Das Unternehmen kündigte an, keine „forward-looking guidance“ mehr zu veröffentlichen und keine Investorenkonferenzen für die Quartale abzuhalten. Der Schritt folgt auf die geplante Übernahme durch ein 55 Milliarden US-Dollar schweres Investorenkonsortium – nach Abschluss der Transaktion wird EAs Aktie nicht länger an der Börse gehandelt.
Für den Moment bleibt aber klar: Auch wenn der Konzernumsatz schwankt, Apex Legends zeigt, dass EAs Esport-Strategie weiterhin funktioniert – und vielleicht sogar noch mehr Potenzial hat, als viele dachten.