Honor of Kings fährt in Manila gerade alles auf, was die Szene hergibt – und mitten in diesem Trubel bekommt Honor of Queens seine eigene Bühne. Tencent Games bringt ein Frauen-Turnier direkt ins Rahmenprogramm der KIC Mini Battle, offen für die Community, mitten im Live-Event, und mit einem Preispool, der genug Aufmerksamkeit zieht, um Teams aus dem ganzen Land anzulocken.
Offene Qualifier direkt im Eventfluss
Das Format wirkt auf den ersten Blick wie ein klassisches Community-Bracket, fühlt sich vor Ort aber deutlich größer an. Ab Mitte November laufen die offenen Qualifier im Shooting Gallery Hall, wo jeden Tag vier Teams im schnellen BO1-K.-o.-System gegeneinander antreten. Die Matches sind kurz, intensiv, und oft genau dieser Moment, in dem ein Team plötzlich einen Lauf bekommt und durchmarschiert. Wer den Tag gewinnt, rutscht sofort in die Playoffs – und nähert sich damit einem Turnier, das bewusst nur für Spielerinnen geöffnet ist und mit Preisgeld pro Match zusätzlich motiviert.
Playoffs im Ayala Mall: Bühne, Publikum und direkter Druck
Für die Top acht zieht das Turnier in die Ayala Mall Manila Bay um. Dort wartet ein größerer Rahmen, mehr Publikum und ein Format, das etwas tiefer geht, ohne an Tempo zu verlieren. Viertelfinals bleiben BO1, doch ab dem Halbfinale wird im BO3 gespielt. Die Matches fühlen sich dadurch weniger wie schnelle Upsets an und mehr wie kleine Duelle, in denen sich Teams wirklich beweisen müssen.
Spannend ist vor allem, dass jedes gewonnene Match belohnt wird. Kein Durchmarsch bis zum Finale nötig, kein Alles-oder-Nichts. Jedes Spiel hat Wert, was das Turnier spürbar entspannter, aber gleichzeitig reizvoller für viele Teams macht. Die Anmeldung über Google Forms läuft bis zum 23. November – ein System, das unkompliziert genug ist, um auch spontan gebildete Lineups mitzunehmen.
Wie das Ganze ins große KIC-Bild passt
Das KIC selbst läuft im gleichen Zeitraum und bildet das Herzstück der internationalen HoK-Szene. Sechzehn Teams spielen um einen riesigen Preispool, und Namen wie OG Esports, Rex Regum Qeon oder die amtierenden Champions HomeBois bringen genug Strahlkraft mit, um die Arena jeden Tag zu füllen. Dazu kommt der Weg zum Challenger Cup, der für viele Teams einer der wichtigsten Einstiege ins chinesische Profi-Ökosystem ist.
Das Frauen-Turnier wirkt neben all dem nicht wie ein Nebenschauplatz, sondern eher wie eine zusätzliche Ebene, die das Event offen, greifbar und nah an der Community hält. Während die großen Teams um ihre Titel kämpfen, bekommen lokale Spielerinnen eine eigene Plattform, um sich zu zeigen – egal ob man live vor Ort ist oder die Streams auf Twitch und YouTube verfolgt.