Hongkong wirkte an diesem Wochenende wie ein letzter Stresstest vor dem großen Showdown in Budapest. Und mitten in diesem Chaos setzte FURIA ein Ausrufezeichen. Mit einem 3:1 gegen Team Falcons holte das brasilianische Lineup seinen dritten großen CS2-Titel – und stärkt damit das Gefühl, dass sie gerade in eine Form hineinwachsen, die man nicht ignorieren kann.
Ein Team, das nicht nachlässt
IEM Chengdu stand noch frisch im Gedächtnis, als FURIA bei BLAST Rivals auftauchte. Ein Team, das gerade dann am gefährlichsten wirkt, wenn Selbstvertrauen und Struktur zusammenfallen. Genau das sah man schon in der Gruppenphase, als sie erst PaiN Gaming ausmanövrierten und dann mit einer kontrollierten Nuke-Performance gegen Vitality vorlegten.
Overpass ging in Overtime verloren, aber der Decider auf Inferno machte deutlich, wie reif FURIA inzwischen spielt. Erst ein sauberer, fast müheloser Angriff, dann eine Defensive, die praktisch keine Angriffsfläche ließ. Das 13:5 fühlte sich an wie ein Statement: Wir sind jetzt hier, und wir bleiben.
Gegen PaiN gab es später ein zweites Aufeinandertreffen – diesmal mit einer Dominanz, die fast unhöflich wirkte. Nuke endete 13:3, Overpass 16:12, und FURIA stand ohne viel Drama im Finale.
Falcons als letzter Test vor Budapest
Team Falcons kam mit Schwung aus einem starken Halbfinale, und die erste Map im Finale zeigte, wie gut diese Mannschaft sein kann. Inferno ging 13:3 an Falcons – ein Schlag, der FURIA kurz ins Wanken brachte. Aber Nuke brachte alles wieder ins Lot, bevor Train die Serie endgültig in eine andere Richtung schob.
Double Overtime, enge Trades, hochkochende Runden – und dann molodoy. Der AWPer spielte mit einer Ruhe, die fast unheimlich wirkte. Zwei Quad-Kills in den entscheidenden Momenten brachen Falcons’ Rhythmus und brachten FURIA den 19:15-Sieg.
Auf Mirage lieferten beide Teams bis zum letzten Atemzug, doch FURIA blieb dran. Aus einem frühen Rückstand wurde ein 7:5 zur Halbzeit, später ein weiteres Overtime-Finish, das 19:16 und der Titel.
Dieser Sieg gibt FURIA nicht nur Momentum – er fühlt sich nach Reife an. Nach einem Team, das die großen Wochen nicht scheut. Und genau das macht den Blick Richtung Budapest so spannend.