Kaum ist der Staub rund um die diesjährige Ausgabe des Esports World Cup gefallen, geht die Foundation schon den nächsten Schritt: Das Club Partner Program für die kommende Saison ist offiziell offen – mit einem erneut massiven Fördertopf und einem klaren Ziel, das Ökosystem weiter global auszubauen.
Insgesamt 20 Millionen Dollar stehen zur Verfügung, verteilt auf 40 Teams aus aller Welt. Die Botschaft ist deutlich: Wer wachsen will, wer neue Märkte erschließen möchte und wer Fans über klassischen Esport hinaus wirklich erreicht, soll hier eine Plattform bekommen. Und wie schon im vergangenen Jahr gehört das Programm zu den größten Initiativen, die aktuell im internationalen Esport laufen.
Ein globaler Fokus – und klare Erwartungen
In der Ankündigung betont die Foundation, dass vor allem Regionen wie Indien, China, Südostasien und LATAM stärker in den Mittelpunkt rücken. Organisationen, die sich bewerben, müssen nicht nur sportliche Ergebnisse vorweisen, sondern auch langfristige Pläne und eine Vision, wie sie ihre Community ausbauen wollen – sei es über Content, Fan-Engagement oder breitere Markenpräsenz.
Hans Jagnow formuliert es ziemlich direkt: Es geht um Wachstum, aber nicht nur beim eigenen Team, sondern um ein gemeinsames Vorankommen des gesamten Ökosystems. Die EWCF will Organisationen unterstützen, die mehr tun, als nur um Trophäen zu spielen – Teams, die Kultur, Kreativität und regionale Verankerung ernst nehmen.
Acht Teams sind bereits sicher dabei
Wie schon im Vorjahr gibt es wieder direkte Einladungen. Acht Organisationen stehen schon fest und gehören allesamt zu den größten Playern des globalen Esports:
- Team Falcons – zweifacher EWC-Champion und naheliegender Kandidat
- Team Liquid
- Team Vitality
- Twisted Minds
- Virtus.pro
- All Gamers
- Gen.G
- Weibo Gaming
Für die restlichen 32 Plätze läuft jetzt das offene Bewerbungsverfahren. Dass bekannte Marken wie FaZe, 100 Thieves, FURIA oder Karmine Corp im vergangenen Jahr dabei waren, unterstreicht, wie attraktiv das Programm trotz Kritikpunkten bleibt.
Ein Programm mit viel Einfluss – und viel Diskussion
Die Esports World Cup Foundation hat sich innerhalb von zwei Jahren zu einer Macht im globalen Esport entwickelt. Gleichzeitig bleibt die Kritik präsent, gerade weil die EWCF vom saudi-arabischen Staatsfonds finanziert wird. Viele Menschen in der Community sprechen offen über Sportswashing und darüber, was es bedeutet, wenn Investitionsprogramme in dieser Größenordnung aus Regionen kommen, deren Menschenrechtslage international immer wieder in der Diskussion steht.
Trotz dieser Debatte nehmen Top-Teams weiter teil – oft aus pragmatischen Gründen: Reichweite, Preisgelder und eine Bühne, die es in dieser Form sonst kaum gibt. 2026 dürfte daran wenig ändern.