Hanwha Life Esports hat seine wichtigste Baustelle im Topside geschlossen: Zeus und Zeka bleiben an Bord – einer per Re-Sign, einer per Vertragsverlängerung. Für ein Team, das nach einem vielversprechenden Jahr an den Worlds-Viertelfinals scheiterte, ist das ein deutliches Zeichen. Die beiden Solo-Laner wollen das Blatt in der neuen Saison selbst wenden.
Ein Topside, das bleiben will
Dass beide Verlängerungen so früh kommen, wirkt fast wie eine Trotzreaktion auf den holprigen Abschluss der letzten Saison. Zeus hat erst ein Jahr hinter sich, aber schon einen klaren Platz im Team gefunden. Zeka, ohnehin einer der konstantesten Midlaner Koreas, bleibt der Fixpunkt, um den HLE weiter aufbauen will. Mit Peanut, dessen Karrierepause durch den Militärdienst feststeht, entsteht eine große Lücke im Jungle – und genau deswegen ist ein stabiles Topside umso wichtiger.
Ein neues Botlane-Kapitel öffnet sich
Die andere Hälfte der Map bleibt dagegen offen. Viper ist weg, nach drei Jahren mit starken Peaks und einem Worlds-Run, der knapp am Durchbruch vorbeischrammte. In den Marken rund um die LCK-Transfers hält sich ein Name besonders hartnäckig: Gumayusi. Dass gerüchteweise genau er Viper ersetzen soll, passt zu HLEs Anspruch, groß zu denken. Delight hat seine Zukunft noch nicht öffentlich gemacht, was die Support-Position genauso spannend lässt wie die Jungle-Suche.
Die Liga sortiert sich neu
Während HLE seinen Kern formt, verändert sich die LCK im Minutentakt. KT Rolster hat nach Deokdam und Peter direkt Ghost und Pollu geholt – ein Duo, das Erfahrung und Stabilität reinbringt und dem Worlds-Finalisten ein neues Profil gibt. Gen.G dagegen bleibt sich treu, hält Canyon, verlängert Duro und justiert nur im Coaching Staff, wo Ryu die Richtung vorgibt. Und T1 setzt mit Peyz ein Ausrufezeichen, das die Liga sofort aufhorchen lässt, während Doran ebenfalls verlängert.
Es ist eine Offseason, die sich chaotisch anfühlt – aber genau in diesem Chaos Platz für klare Moves lässt. Zeus und Zeka bleiben, und für Hanwha Life Esports fühlt sich das an wie der erste feste Stein in einem Puzzle, das erst im KeSPA Cup Anfang Dezember seine Konturen zeigen wird.