Luka ‘Perkz’ Perković hat sich aus dem Profi-Play verabschiedet, aber nicht aus der Szene. Kaum ein paar Monate nach seinem Retirement taucht er wieder auf – diesmal auf der Business-Seite, als Teil der Eigentümergruppe von Friendly Fire. Und ganz ehrlich: Es passt zu ihm. Ein Spieler, der gefühlt jede Entwicklungsphase des europäischen League-Esports einmal selbst durchlebt hat, steht jetzt an einem Punkt, an dem er Gaming-Räume mitgestalten will, statt Worlds-Meta.
Ein Schritt, der sich mehr nach „zurück zu den Wurzeln“ anfühlt
Friendly Fire bekommt mit Perkz keinen klassischen Markenbotschafter, sondern jemanden, der verstanden hat, wie sich Gaming anfühlen soll, wenn man damit aufgewachsen ist. Als strategischer Berater soll er dem Team helfen, die nächste Wachstumsphase zu sortieren – inklusive dem großen Ziel, die Marke in die USA zu bringen. Ein Markt, der riesig ist und gleichzeitig extrem schwer zu greifen, wenn man die Community nicht wirklich kennt.
Perkz spricht davon, dass Friendly Fire etwas Besonderes aufgebaut hat. Kreativität, Authentizität, Ambition – genau die Mischung, die ihn selbst immer ausgezeichnet hat. In seinem Statement klingt es fast so, als hätte er das Projekt nicht wegen des Business-Potenzials gewählt, sondern weil er darin etwas erkennt, das ihn an seine eigene Szenezeit erinnert.
Friendly Fire will größer denken – und braucht jetzt die richtigen Stimmen
Die Geschichte von Friendly Fire begann als Esports-Arena in Kroatien. Ein Jahr später wurde daraus eine Gaming-Café-Kette, und seitdem ist die Marke fast unbemerkt immer weiter gewachsen. Heute stehen 18 Cafés in Europa und Mexiko, mit drei neuen Standorten in Ljubljana als jüngstem Ausbau.
Dass Gaming-Cafés gerade eine zweite Welle erleben, sieht man überall: T1 plant eigene Venues in Malaysia und Thailand, und die Community reist wieder dorthin, wo man gemeinsam zocken, schauen und komplett eintauchen kann. Gleichzeitig ist das alles nicht ohne Risiko. SideQuest in Großbritannien musste kürzlich drei Locations schließen – ein Reminder, dass die Branche schnell kippen kann, wenn die Mischung aus Community, Location und Angebot nicht stimmt.
Friendly Fire steht damit genau an der Schwelle, an der Erfahrung wichtig wird. Und hier kommt Perkz ins Spiel – jemand, der die Szene nicht aus einem PDF kennt, sondern aus dem Hinterzimmer der LEC-Studios, aus Bootcamps, aus der Dynamik zwischen Fans, Teams und Momenten. Sein Einstieg fühlt sich deshalb weniger nach einer reinen Business-Entscheidung an und mehr nach jemandem, der die nächste Bühne der eigenen Szene mitbauen will.