Hyundai AutoEver hat intern ein kleines Esports-Festival aufgezogen. Damit hat das Unternehmen ziemlich klar gezeigt, wie selbstverständlich Gaming inzwischen in südkoreanischen Unternehmen angekommen ist. Nicht nur das: Beim AutoEver Rock Festival spielten sich die Mitarbeitenden nicht nur durch League of Legends und StarCraft II. Sie nutzten das Event auch als Bühne für etwas, das im Arbeitsalltag schnell verloren geht. Nämlich: Miteinander reden, miteinander lachen und sich abseits der Meetingräume kennenlernen.
Rund 650 Mitarbeitende nahmen teil, 30 davon schafften es ins Finale. Die letzte Runde wurde sogar live auf YouTube übertragen, inklusive professioneller Kommentatoren, die das Ganze wie ein echtes Turnier aufbereiteten. Genau das war auch der Punkt des Festivals: Gaming als verbindendes Werkzeug, als Raum für Austausch und als Teil einer moderneren Unternehmenskultur. AutoEver beschreibt das Event als festen Baustein seiner Employee-Experience-Offensive und kündigt schon an, ähnliche Kommunikationsformate weiter auszubauen.
Parallel dazu bleibt Hyundai auch außerhalb des Firmengeländes im Esports unterwegs. Mit dem Hyundai N Virtual Cup hat die Marke zuletzt ein globales Sim-Racing-Format unterstützt, das Talente aus Europa, Nordamerika und Asien zusammenbrachte.
Südkoreas Esports-Kultur im Hintergrund
Dass ein Unternehmen wie Hyundai AutoEver ein internes Gaming-Festival veranstaltet, passt exakt in den kulturellen Rahmen des Landes. Südkorea lebt Esports seit Jahrzehnten – und investiert immer weiter. Erst im Sommer wurde das LCK-Finale erstmals im terrestrischen Fernsehen gezeigt, während Politik und Verbände über neue Fördermodelle und strukturelle Stärkung des Sektors diskutieren.
Auch Organisationen selbst expandieren innerhalb des Landes. Gen.G eröffnete erst vor wenigen Monaten ein öffentlich zugängliches Gaming Center in Seoul, betrieben von einem Esports-Team – eine Premiere, aber vermutlich nicht die letzte dieser Art.
In diesem Umfeld wirkt ein firmeninternes League-of-Legends- und StarCraft-II-Turnier gar nicht mehr wie ein Bonus. Es wirkt eher wie ein logischer Schritt: ein Unternehmen, das seine Kultur an eine Gaming-Gesellschaft anpasst und die Sprache seiner eigenen Mitarbeitenden spricht.