Riot Games bringt die LCK Awards zurück nach Seoul, wo am 19. Dezember im CJ ENM Center die besten Spieler und Coaches der gesamten Saison gefeiert werden. Wie jedes Jahr steht die Show ganz im Zeichen der Rollenvergabe. Top, Jungle, Mid, Bot, Support – ergänzt durch den Titel für den besten Spieler insgesamt. Dazu kommen voraussichtlich Kategorien wie Rookie und Coach of the Year, die traditionell für Diskussionen in der koreanischen Szene sorgen. Die Übertragung läuft über die YouTube-Kanäle von LCK und SOOP. Eingebettet ist das Ganze in Partnerschaften mit Marken wie Upbit, LG, SecretLab oder Logitech G.
Wer die besten Chancen hat
Die Saison hat zwei Schwergewichte hinterlassen, die kaum zu umgehen sind: Gen.G und T1. Die eine Organisation dominierte den LCK-Alltag mit einem klaren Signature-Stil, der sich bis zu ihrem zweiten MSI-Titel durchzog. Die andere krönte sich auf der größten Bühne des Jahres und entschied das Worlds-Finale für sich – erneut, als erstes Team überhaupt drei Titel in Folge.
Zwischen diesen beiden Polen bewegen sich die Favoritenlisten. Bei Gen.G stechen Kiin und Chovy heraus, zwei Spieler, deren Impact weit über Stats hinausreicht. Ihre Stabilität hat das Team durch eine nahezu makellose Saison getragen. Auf der T1-Seite rücken Oner und Gumayusi ins Rampenlicht, flankiert von einem Faker, dessen Präsenz allein schon ausreicht, um jede Award-Diskussion zu färben.
Zwei Coaches, zwei Philosophien
In der Coaching-Debatte blickt alles auf kkOma und KIM – zwei Trainer, die koreanisches League seit Jahren prägen, aber ganz unterschiedliche Handschriften haben. Während kkOma das Narrativ rund um T1s Dreifachtitel neu schärft, steht KIM für eine Saison, die Gen.Gs Kernidee perfektioniert hat.
Ein Rookie-Jahrgang mit echten Highlights
Zwischen Siwoo und Diable entscheidet sich voraussichtlich der Award für den besten Newcomer. Beide wurden zu Ankern in ihren jeweiligen Teams und haben durch mutige Performances in wichtigen Momenten signalisiert, dass sie längerfristig im LCK-Kosmos bleiben werden.
Wenn die Awards in Seoul über die Bühne gehen, wirkt es fast wie ein letztes Pulsfühlen einer Saison, die sich über zwei Extreme aufgebaut hat: die unerschütterliche Konstanz von Gen.G und eine T1-Mannschaft, die im entscheidenden Moment einfach nicht verliert.