Splitgate: Arena Reloaded startet den Reset

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Weniger Systeme, mehr Spielgefühl
  2. Arena-DNA statt Experimentierkasten
  3. Progression ohne Druck
  4. Ein bewusster Neustart
Splitgate
Image credit: Splitgate via X

Manchmal braucht ein Spiel keinen Patch, sondern einen Schnitt. Splitgate: Arena Reloaded ist genau das: ein bewusster Neustart für ein Portal-Shooter-Konzept, das zuletzt zu viel wollte und dabei seinen Kern aus den Augen verloren hat. Nach dem holprigen Launch von Splitgate 2 und der Rückkehr in die Beta zieht Entwickler 1047 Games jetzt die Konsequenz – mit neuem Namen, klarer Ausrichtung und spürbar verändertem Spielgefühl.

Arena Reloaded fühlt sich weniger nach Service-Game und wieder mehr nach klassischem Arena-Shooter an. Schneller, cleaner, kompetitiver. Und vor allem: fokussierter.

Weniger Systeme, mehr Spielgefühl

Der größte Einschnitt liegt nicht in einzelnen Waffen oder Maps, sondern in dem, was bewusst entfernt wurde. Fraktionen, Fähigkeiten und ausrüstungsbasierte Sondermechaniken sind raus. Stattdessen setzt Arena Reloaded wieder auf Map-Pickups, Power Weapons und klare Starts – ein Design, das alte Splitgate-Fans sofort wiedererkennen werden.

Auch die Portale selbst wurden gezähmt. Sie sind weiterhin das Herzstück des Spiels, aber deutlich kontrollierbarer. Portale lassen sich nun gezielt blockieren, per EMP deaktivieren und hinterlassen beim Durchgang sichtbare Spuren. Das macht Movement lesbarer, Entscheidungen nachvollziehbarer und Duelle fairer – gerade im kompetitiven Kontext.

Neue Waffen wie Railgun oder chaingun-lastige LMGs fügen sich sauber in dieses Denken ein. Sie sind klar als Power-Optionen positioniert und belohnen Positionierung und Timing, nicht Build-Optimierung.

Arena-DNA statt Experimentierkasten

Mit dem neuen Classic Arena Mode setzt Arena Reloaded ein klares Statement. Gleiche Loadouts, feste Starts, Fokus auf Aim, Map-Kontrolle und Flow. Ergänzt wird das durch ein überarbeitetes Mode-Select-System, das Spieler:innen selbst bestimmen lässt, welche Modi sie wirklich spielen wollen – weniger Zwang, mehr Kontrolle.

Auch der Map-Pool spiegelt den Kurswechsel wider. Neue Arenen wie Hammerhead oder Terra-13 treffen auf Rückkehrer wie Karman Station und Oasis. Dazu kommt endlich ein Practice Range, der das Spiel auch abseits von Matches strukturierter macht.

Progression ohne Druck

Progression war einer der größten Kritikpunkte rund um Splitgate 2. Arena Reloaded entschärft das System deutlich. Klare Rookie-Level zum Einstieg, langfristige Challenger-Stufen für Ambitionierte und weniger künstlicher Druck durch Monetarisierung.

Käufe aus der alten Version werden erstattet, die Ingame-Währung neu gedacht, Daily Rewards und Stats sauber integriert. Das alles fühlt sich weniger nach „Retention-Maschine“ an und mehr nach einem Spiel, das will, dass man bleibt, weil es Spaß macht.

Ein bewusster Neustart

Splitgate hatte in den letzten Monaten keinen leichten Stand. Kontroversen, enttäuschte Erwartungen und rapide sinkende Spielerzahlen haben Spuren hinterlassen. Arena Reloaded ist kein großes Marketing-Versprechen, sondern eine Design-Antwort. Kein „mehr“, sondern ein „zurück zu dem, was funktioniert“.

Ob dieser Reset reicht, um Splitgate wieder dauerhaft zu verankern, wird sich zeigen. Aber zum ersten Mal seit Langem wirkt die Richtung klar. Und genau das hat dem Spiel zuletzt gefehlt.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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