League of Legends steht offenbar vor dem größten Umbruch seiner Geschichte. Intern soll das Projekt bei Riot Games unter dem Namen „League Next“ laufen – mit einem angepeilten Release-Zeitraum in ein paar Jahren. Das geht aus einem Bericht von Bloomberg hervor, der sich auf mehrere aktuelle und ehemalige Riot-Mitarbeiter beruft.
Was dort beschrieben wird, klingt weniger nach Patch, sondern nach Generalsanierung. Optik, Technik, Nutzerführung – alles soll angefasst werden. Ziel: League fit machen für die nächste Generation, ohne den Kern des Spiels komplett aufzugeben.
Was hinter „League Next“ steckt
Laut dem Bericht von Cecilia D’Anastasio plant Riot eine umfassende visuelle Überarbeitung. Champions, UI, Karten, das gesamte Erscheinungsbild von League of Legends sollen moderner, klarer und zugänglicher werden. Nicht im Sinne eines stilistischen Bruchs, sondern eher als behutsamer Neustart mit zeitgemäßer Technik.
Mindestens genauso wichtig ist der technische Unterbau. League gilt seit Jahren als eines der größten Spiele der Welt – aber auch als eines der sperrigsten, wenn es um Backend, Updates und langfristige Wartung geht. „League Next“ soll genau hier ansetzen und es Riot künftig erleichtern, Inhalte schneller und sauberer auszurollen.
Interessant ist auch ein Detail am Rande: Riot hat intern wohl bereits neue Tastatursteuerungen getestet, die speziell für neue Spieler leichter zugänglich sein sollen. Ein kleines Signal, aber eines mit klarer Richtung.
Warum Riot jetzt handelt
Der Bloomberg-Bericht deutet an, dass League of Legends in den letzten Jahren an Spielerbasis verloren hat. Kein Absturz, kein Drama – aber ein langsames Schrumpfen. Gleichzeitig soll VALORANT inzwischen mehr Umsatz generieren als das MOBA-Flaggschiff.
Für Riot ist das eine heikle, aber logische Ausgangslage. League ist kulturell, esportlich und historisch das Herzstück des Unternehmens. Aber Stillstand war für ein Live-Service-Spiel dieses Kalibers noch nie eine Option.