LCP öffnet Co-Streams und startet mit neuem Gesicht

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Co-Streaming gehört zur DNA der Liga
  2. Neue Saison, neues Kräfteverhältnis
  3. Viel Bewegung, viele offene Fragen
  4. Kleine Regeländerung, große Wirkung
LPC
Image credit: lolpacificen via X

Die League Championship Pacific öffnet ihre Türen – nicht nur für Teams, sondern auch für Creator. Kurz vor dem Start der neuen Saison hat Riot Games offiziell die Bewerbungsphase für Co-Streamer eröffnet. Wer Teil der Übertragung sein will, kann sich ab sofort über ein Formular bewerben und die Matches der LCP mit eigener Perspektive begleiten.

Abgefragt werden dabei die bevorzugte Streaming-Plattform, Zielmarkt und Sprache. Kein großes Gatekeeping, kein unnötiger Overhead – sondern ein klarer Versuch, die Liga noch stärker in die jeweiligen Communities zu tragen. Gerade im asiatisch-pazifischen Raum, wo Co-Streaming längst mehr ist als nur ein Zusatzangebot, sondern fester Bestandteil der Esports-Kultur.

Co-Streaming gehört zur DNA der Liga

Schon in der vergangenen Saison zeigte sich, wie breit die Co-Streaming-Landschaft in der LCP aufgestellt ist. Während der Finals standen Creator aus vietnamesischen, mandarinsprachigen und englischen Communities im Fokus – darunter auch bekannte Ex-Pros wie Hu SwordArt Shuo-Chieh, Yuta Yutapon Sugiura und Lê SofM Quang Duy.

Dass Riot diesen Weg nun weitergeht und die Bewerbung offen gestaltet, ist ein logischer Schritt. Die LCP lebt von regionaler Nähe, Mehrsprachigkeit und Persönlichkeit – Co-Streamer sind dabei nicht Beiwerk, sondern Multiplikatoren.

Neue Saison, neues Kräfteverhältnis

Auch sportlich fühlt sich die neue Saison wie ein kleiner Neustart an. Die Liga geht mit drei festen Partner-Teams an den Start, nachdem TALON Esports nicht mehr Teil der LCP ist. Den freien Platz übernimmt Ground Zero Gaming, während Deep Cross Gaming als neues Guest Team nachrückt.

Gleichzeitig verabschiedet sich die Liga von einigen bekannten Gesichtern. Mehrere Schlüsselspieler von CTBC Flying Oyster haben die Region verlassen, darunter JunJia, HongQ und Kaiwing. Auch die Szenegröße Đỗ Levi Duy Khánh hat zum Ende der letzten Saison seinen Rücktritt erklärt – ein Einschnitt, der vor allem in Vietnam spürbar ist.

Viel Bewegung, viele offene Fragen

Trotzdem – oder gerade deshalb – wirkt die LCP alles andere als leer. CTBC Flying Oyster gelten mit Neuzugängen wie Zhao Shad0w Zhiqiang und Lee Pungyeon Jong-hyuk erneut als Favorit. Dahinter lauern die vietnamesischen Organisationen GAM Esports, MVK Esports und Team Secret Whales, während Ground Zero direkt beweisen muss, dass der Aufstieg mehr war als ein Ausrufezeichen.

Gespielt wird zunächst eine einfache Round-Robin-Phase im Best-of-Three-Format, bevor die besten sechs Teams in die Playoffs einziehen. Am Ende wartet nicht nur der Split-Titel, sondern auch das Ticket zum internationalen Event First Stand in São Paulo.

Kleine Regeländerung, große Wirkung

Neben Roster-Shuffles und Co-Streams bringt die neue Saison auch strukturelle Neuerungen. Mit der Einführung von Coach Comms dürfen Trainer während der Matches aktiv mit ihren Teams kommunizieren – ein Detail, das strategisch einiges verändern könnte und der Liga eine zusätzliche taktische Ebene verleiht.

Die LCP startet damit nicht nur in eine neue Saison, sondern in eine neue Phase. Offener, experimenteller und näher an der Community als zuvor.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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