Fünf Spielzüge von Shotzzy verhelfen OpTic Gaming zu EWC-Erfolg

Nicole Mark
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Inhaltsverzeichnis
  1. Mechanische Meisterschaft
  2. Unerbittlicher Druck
  3. Überlegene Kills
  4. Die Bedeutung von Utility
  5. Defensive Stärke
Fünf Spielzüge von Shotzzy verhelfen OpTic Gaming zum Erfolg bei der Esports World Cup

Bei der diesjährigen Esports World Cup (EWC) gelang OpTic Gaming zur großen Freude des ausverkauften Publikums die erfolgreiche Titelverteidigung. Nachdem die nordamerikanische Organisation im vergangenen Jahr bei „Call of Duty: Black Ops 6“ gewonnen hatte, holte sie sich nun auch bei „Call of Duty: Black Ops 7“ den Pokal.

Zwar hängt der Erfolg auf höchstem „Call of Duty“-Niveau stark von exzellenter Teamarbeit und Kommunikation ab, doch gibt es Situationen, in denen ein individueller Geniestreich das Blatt zugunsten eines Teams wenden kann.

Im Fall der „Green Wall“ lieferte Anthony „Shotzzy“ Cuevas-Castro mit der Maschinenpistole in der Hand eine makellose Leistung ab und erzielte im gesamten Turnier 655 Kills. Mehrfach machte Shotzzys Können auf der Hauptbühne den Unterschied aus. Vor diesem Hintergrund folgt hier eine Aufschlüsselung von fünf entscheidenden Spielzügen, die es der „Green Wall“ ermöglichten, in Paris zu glänzen.

Mechanische Meisterschaft

Shotzzy, der dafür bekannt ist, das Maximum aus der Bewegungsmechanik von „Call of Duty“ herauszuholen, stellte sein Können bereits im Gruppenspiel von OpTic gegen Project Notorious unter Beweis. Im Eröffnungsspiel „Hacienda Hardpoint“ konnten sich die amtierenden EWC-Champions einen komfortablen Vorsprung gegenüber dem Team der Challengers sichern.

Am vierten Hardpoint durchbrach Shotzzy dank zweier schneller Kills von der Boathouse-Seite aus sofort jede Art von Verteidigung. Anstatt Deckung oder zusätzliche Unterstützung zu suchen, sprang der dreimalige Call of Duty League (CDL)-Champion über den Felsen und schaltete mit klinischer Präzision einen dritten Gegner aus.

Nach dem dritten Kill folgte ein Vorstoß in Richtung des oberen Balkons mit Blick auf die Mitte der Map und das nächste Ziel. Auch wenn die Spielsequenz mit dem dritten Kill über dem Felsen endete, zeugt die sofortige Konzentration auf das nächste Ziel und den nächsten Spawn-Punkt des Gegners von einem umfassenden Verständnis der Spielmechanik von Black Ops 7.

Unerbittlicher Druck

Esports World Cup
Image Credit: Esports World Cup

Um als Maschinenpistolen-Spieler im „Call of Duty“-Esport erfolgreich zu sein, ist es entscheidend, sich Platz auf der Map zu sichern und einen bestimmten Bereich abzudecken, um jegliche gegnerische Strategie zu unterbinden.

Die entscheidende „Search and Destroy“-Runde gegen 100 Thieves im Halbfinale der Gewinnergruppe war das perfekte Beispiel für Shotzzys unerbittlichen Druck, mit dem er den Gegner in ungünstige Situationen zwang. Ein Ace in Runde drei war nur der Anfang für Shotzzy, der dank hervorragender Teamarbeit seiner Mitspieler den letzten Kill erzielte.

Zwar erzielte er keine Scorestreaks, doch die gezeigte Teamarbeit war für die Thieves eine Nummer zu groß.

Der Druck hörte damit noch nicht auf. Die vollständige Kontrolle über den B-Bombenplatz unterband jegliche Angriffe der Gegner, zwang sie in die Flanken und direkt ins Fadenkreuz der perfekt positionierten Stürmer mit Sturmgewehren.

100 Thieves konnten Shotzzys Druck nicht standhalten. Nach neun Runden beendete der spätere MVP das Spiel mit zehn Kills bei drei Todesfällen sowie einem S&D-K/D-Verhältnis von 2,13.

Überlegene Kills

Die Fähigkeit, im „Call of Duty“-Esport mehr Kills als der Gegner zu erzielen, macht den entscheidenden Unterschied, wenn es darum geht, bestimmte Bereiche des Schlachtfelds zu kontrollieren. Shotzzy demonstrierte die Bedeutung eines effektiven Killers bereits im Eröffnungs-Hardpoint auf „Den“ gegen den FaZe Clan im Viertelfinale.

Auf der gesamten Map erzielte Shotzzy mehrere Eliminierungen in schneller Folge, öffnete mühelos Wege und verhinderte jegliche Art von Angriff des FaZe Clans auf das Ziel. Seine Fähigkeit, sich mit nahegelegenen Teamkollegen abzustimmen, kam dabei besonders zum Tragen: Er schaltet jeden Gegner mit geringer Gesundheit aus, bevor dieser die Chance hatte, sich zu regenerieren und einen weiteren Angriff auf den Hügel zu starten.

OpTic Gaming gewann schließlich die Map, wobei Shotzzy erneut die meisten Kills verbuchte. 36 Kills gegen die frisch gekürten CDL-Meister sowie eine Minute und 45 Sekunden auf dem Hardpoint zeigten, wie wichtig es auf höchstem Niveau ist, die Kill-Statistik anzuführen.

Die Bedeutung von Utility

In anderen Ego-Shootern wie „Counter-Strike“ und „VALORANT“ ist die Beherrschung von Utility unerlässlich, um die Kontrolle über die Map zu erlangen. Aufgrund des schnelleren Spieltempos von „Call of Duty“ spielt Utility eine geringere Rolle. Bei richtiger Anwendung kann es jedoch einen enormen Einfluss auf die ersten Spielzüge eines Matches haben.

Die Map „Frequency Hardpoint“ gegen „Team Heretics“ ist ein perfektes Beispiel dafür, wie Utility einem Team die Tür zu einer Fülle von Punkten öffnen kann. Der Schwung eines hin und her wogenden Duells kam in der Endphase auf dem ersten Hardpoint-Hügel zum Stillstand. Eine perfekt platzierte Frag-Granate von Shotzzy schaltete zwei Gegner aus, bevor ein dritter Kill jeglichen Druck von Team Heretics zunichte machte.

Die Granate mag OpTic Gaming zwar nur eine Handvoll Zeit für das Ziel eingebracht haben, doch dank der Spawn-Kontrolle der „Green Wall“ sicherte sich das Team die Kontrolle über das nächste Ziel. Infolgedessen stieg der Punktestand weiter an, wodurch jegliches Comeback von Team Heretics verhindert wurde.

Defensive Stärke

Call of Duty League
Image Credit: Call of Duty League

In den Call of Duty-Esports ist die Verteidigung genauso wichtig wie der Angriff. Die Sicherung eines Hardpoints oder die Aufrechterhaltung der Sichtverbindung entscheidet oft darüber, ob ein Team als Sieger hervorgeht oder mit hauchdünnem Vorsprung verliert.

Im „Den Overload“-Match des Grand Finals dominierte OpTic Gaming mit einer gnadenlosen Spawn-Falle und verhinderte so jegliche Kontrolle durch Team Heretics. Zwei Minuten vor Ende der zweiten Halbzeit gelang es Team Heretics, auszubrechen und einen eigenen Angriff zu starten. Nachdem sie drei Mitglieder von OpTic Gaming ausgeschaltet hatten, lag es an Shotzzy, die Spanier daran zu hindern, einen weiteren Punkt auf die Anzeigetafel zu bringen.

Im Handumdrehen nahm Shotzzy den Druck vom Eroberungspunkt B. Ein erster Kill, kurz darauf gefolgt von einem perfekt getimten Headshot aus der Rutschbewegung, schaltete zwei der drei Angreifer aus. Bald darauf folgte die dritte Eliminierung, wodurch jegliche Chance auf einen Punktgewinn zunichte gemacht wurde. Team Heretics gelang zwar eine zweite Eroberung, doch das reichte nicht aus, um die „Green Wall“ zu besiegen, die sich schließlich den Matchball und damit den Sieg sicherte.

Nicole Mark

Autor
Nicole arbeitet nach ihrem Studium der Germanistik, Kunst- und Filmgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg bereits seit 2013 als freiberufliche Content Managerin, Übersetzerin und Texterin . Zudem ist sie als Designerin und WP,- Audio- und Video-Editorin tätig und betreut Personen des öffentlichen Lebens als PR- und Marketing-Managerin. Für Esportsinsider sorgt Nicole dafür, dass unsere Guides und Artikel auch für deutsche Leser präzise, verständlich und leserfreundlich sind.
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