Team Liquid trennt sich von Dabuz und Riddles

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Rückblick auf eine prägende Partnerschaft
  2. Eine wirtschaftliche Entscheidung – mit Signalwirkung
  3. Nintendo: Der große Bremsklotz?
  4. Wie geht es weiter – für die Spieler und die Szene?

Wenn eine der bekanntesten Organisationen im E-Sport ihre Smash-Abteilung auflöst, sorgt das für Gesprächsstoff. Mit der Trennung von Dabuz und Riddles verabschiedet sich Team Liquid aus dem aktiven Super Smash Bros.-Wettkampf – und hinterlässt eine spürbare Lücke in der Szene.

Rückblick auf eine prägende Partnerschaft

Dabuz und Riddles gehörten über Jahre hinweg zu den bekanntesten Smash-Spielern unter dem Banner von Team Liquid. Dabuz machte sich mit seinem analytischen Stil und ungewöhnlichen Charakteren wie Rosalina oder Olimar einen Namen. Riddles sorgte vor allem mit seinem Kazuya für Aufsehen – etwa beim Sieg bei The Big House 10 im Jahr 2022.

Gemeinsam prägten sie die Smash-Präsenz von Team Liquid entscheidend mit. Der Abschied kam zwar überraschend, verlief aber ohne Streit. Beide Spieler zeigten sich dankbar für die Zusammenarbeit. Und beide haben signalisiert, dass sie dem E-Sport treu bleiben wollen – Dabuz möglicherweise auch in anderen Titeln wie Street Fighter 6.

Eine wirtschaftliche Entscheidung – mit Signalwirkung

Trotz sportlicher Erfolge ist Smash aus wirtschaftlicher Sicht für viele Organisationen eine Herausforderung. Die Zuschauerzahlen stagnieren, die Preisgelder schrumpfen, Sponsoren zeigen sich zurückhaltend. 2024 lag der globale Preispool bei unter 400.000 US-Dollar – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren.

Für große Organisationen wie Team Liquid bedeutet das: Ressourcen müssen umverteilt werden. In Titeln wie League of Legends oder VALORANT ist die Planungssicherheit höher, das Wachstum klarer. Smash wirkt im Vergleich zunehmend riskant – besonders, wenn verlässliche Strukturen fehlen.

Nintendo: Der große Bremsklotz?

Ein entscheidender Faktor bleibt der Umgang des Publishers mit der eigenen Community. Nintendo investiert bis heute kaum in den professionellen Smash-Bereich. Preisgelder oder strukturierte Unterstützung? Fehlanzeige. Stattdessen müssen sich Veranstalter mit Lizenzhürden und kurzfristigen Absagen herumschlagen.

Für Teams wird dadurch jede Investition zur Wette. Ohne ein grundlegendes Umdenken auf Seiten des Publishers bleibt Smash abhängig von Einzelpersonen, Community-Engagement – und dem Idealismus der Szene.

Wie geht es weiter – für die Spieler und die Szene?

Für Dabuz und Riddles stehen die Türen offen. Beide gehören zu den besten Spielern ihrer Generation, und auch ohne großes Team im Rücken dürfte ihr Weg weitergehen. Die Community hält viel von ihnen, ihr Einfluss bleibt bestehen.

Für den Smash-E-Sport hingegen ist der Rückzug von Liquid ein Weckruf. Solange es an finanzieller Planungssicherheit und professioneller Unterstützung fehlt, bleibt Wachstum schwierig. Zwar gibt es Gerüchte über ein neues Smash-Spiel für die nächste Nintendo-Konsole – doch ohne strukturelle Änderungen bleibt die Unsicherheit bestehen.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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