100 Thieves holt Dhokla als sechsten Mann: Ein letzter großer Zug

Linda Güster
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Inhaltsverzeichnis
  1. Warum der Move genau jetzt kommt
  2. Zwei Toplaner, doppelt so viele Mindgames
  3. Kein komplett neuer Ansatz – aber selten im Westen
  4. Was es fürs Teamgefüge bedeutet
  5. Dhokla bringt Erfahrung – und die Ruhe dafür
  6. Der letzte Split – und vielleicht noch ein letztes Ausrufezeichen
100 Thieves bringen Dhokla wieder ins Game
Image credit: 100 Thieves

Der letzte Split läuft, das Ende der Profi-LoL-Ära von 100 Thieves steht fest – und trotzdem geht hier noch was. Mit Niship „Dhokla“ Doshi kommt ein erfahrener Toplaner zurück aufs Roster, der sich die Lane mit Rayan „Sniper“ Shoura teilen wird. Ein Sechs-Mann-Line-up ist im Profi-LoL fast schon exotisch, und genau deshalb lohnt sich der Blick auf diesen Schritt.

Warum der Move genau jetzt kommt

Mitten in einem Split, in dem ohnehin schon alles auf dem Spiel steht, wirft 100 Thieves das Line-up noch einmal um. Dhokla rückt aus dem Coaching-Staff zurück in die Startoptionen. Für die Gegner bedeutet das: Mehr Unberechenbarkeit im Draft, härterer Konkurrenzkampf im Training und die Möglichkeit, den Spielplan kurzfristig umzustellen. In einer Saison, in der jedes Match der letzte Auftritt sein könnte, ist jede zusätzliche Option wertvoll.

Zwei Toplaner, doppelt so viele Mindgames

Sniper und Dhokla bringen nicht nur unterschiedliche Championpools mit, sondern auch völlig andere Ansätze im Spiel. Das macht es für die Gegner zur Herausforderung, sich vorzubereiten – Bans werden schwieriger, Matchups unberechenbarer. Für die Coaches heißt das: mehr Freiheit, mehr Überraschungen, mehr Raum für taktische Spielereien. In einem Playoff-Endspurt kann genau das den Unterschied machen.

Kein komplett neuer Ansatz – aber selten im Westen

Das Konzept eines Sechs-Mann-Kaders ist nicht neu, nur hierzulande eher selten. Teams wie CTBC Flying Oyster oder auch T1 haben in der Vergangenheit gezeigt, wie wertvoll rotierende Toplaner sein können. Der Vorteil liegt auf der Hand: Stärken beider Spieler nutzen, gleichzeitig die Belastung verteilen und flexibel bleiben, wenn sich das Meta verschiebt oder der Gegner etwas Unerwartetes auspackt.

Was es fürs Teamgefüge bedeutet

Solche Moves verändern immer auch die Dynamik im Team. Mehr Optionen auf einer Position heißt auch: mehr Abstimmung, mehr Kommunikation, weniger Routine. Viel Zeit zum Eingrooven bleibt 100 Thieves nicht. Aber manchmal ist genau dieser Bruch mit dem Gewohnten das, was eine Mannschaft noch mal richtig anfeuert.

Dhokla bringt Erfahrung – und die Ruhe dafür

Dhokla ist kein unbeschriebenes Blatt. Er kennt die LCS, er kennt die Academy, er hat in Nordamerika, Ozeanien und sogar kurz in Indien gespielt. 2022 wurde er als Most Valuable Prospect ausgezeichnet, zuletzt war er schon als Coach bei 100T nah am Team dran. Er weiß, wie man Drucksituationen liest und wie man ein Match mental stabil durchzieht – genau das, was es in einem Split wie diesem braucht.

Der letzte Split – und vielleicht noch ein letztes Ausrufezeichen

100 Thieves will nicht einfach nur das Licht ausmachen. Dieser Transfer zeigt: Hier will man noch mal stören, überraschen und vielleicht sogar den Sprung zu den Worlds schaffen. Für die Fans heißt das: spannende Drafts, frische Kombinationen auf der Toplane und ein Abschied, der nicht leise passieren soll.

Linda Güster

Journalistin
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Linda Güster ist leidenschaftliche Gamerin und als Teil des Freelance-Teams bei ESI immer am Puls der eSports-Szene. Ob knallharte Dota 2-Matches, nervenaufreibende Survival-Abenteuer in Subnautica oder entspannte Stunden mit Cozy Games wie Stardew Valley — sie liebt die ganze Bandbreite des Gaming-Universums. Abseits davon bringt sie als Software-Entwicklerin und Freelancerin ihr Können in die Welten von Technologie, Mode, Finanzen und iGaming ein, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen und spannenden Projekten.
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