Wie wird man Esport-Manager?

Josephine Prater
Olga Artyushina
calendar-icon
Inhaltsverzeichnis
  1. In aller Kürze
  2. Was macht ein Esport-Manager?
  3. Skills und Anforderungen
  4. Wie wird man Esport-Manager?
  5. Karrierepfade
  6. Herausforderungen des Berufs
  7. Fazit
  8. FAQ
Esport-Manager Karriereweg

In aller Kürze

  • Ein Esport-Manager organisiert den Alltag eines Teams und prägt die Abläufe im Hintergrund.
  • Zu den Aufgaben gehören die Planung von Scrims, Reisen und Events sowie Kommunikation und administrative Abläufe.
  • Für eine Esport-Management-Karriere sind Organisation, Kommunikation und Krisenfähigkeit wichtiger als eigenes Gameplay.
  • Es gibt keinen festen Ausbildungsweg: Viele starten über Praktika, Community-Arbeit oder Quereinstieg.
  • Langfristig sind Karrierewege bis hin zum Head of Esports möglich.

Der Esport hat sich in den letzten Jahren von einem Nischenthema zu einer professionellen Unterhaltungs- und Sportindustrie entwickelt. 

Mit wachsenden Teams, Ligen, Turnieren und Sponsoren steigt auch der Bedarf an Menschen, die die organisatorischen Fäden im Hintergrund zusammenhalten: Esport-Manager. 

Sie sorgen dafür, dass Spieler, Coaches, Partner und Veranstalter zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind und dass der Alltag eines Teams nicht im Chaos versinkt.

Oft wird der Begriff „Esport-Manager“ mit sehr unterschiedlichen Aufgaben verknüpft – mal mit Teamorganisation, mal mit Projektleitung, mal mit Marketing.

Während ein Esport-Coach vor allem für die sportliche Entwicklung, Strategie und Performance im Spiel verantwortlich ist, kümmert sich der Esport-Manager um alle organisatorischen und kommunikativen Aufgaben rund um das Team – von Planung und Logistik bis hin zur Abstimmung mit dem Management.

Weitere Einblicke in Karrierewege im Esport abseits der Spielerrolle findest du außerdem im ESI-Guide zu Esport-Jobs.

Schauen wir uns einmal an, was ein Esport-Manager genau macht, welche Skills du für diesen Beruf brauchst, wie du Esport-Manager werden kannst und welche Karrierepfade in diesem Bereich realistisch sind.

Was macht ein Esport-Manager?

Ein Esport-Manager sorgt im Hintergrund dafür, dass der Betrieb eines Teams funktioniert. 

Je nach Größe der Organisation kann die Rolle unterschiedlich breit gefasst sein, doch einige Kernaufgaben tauchen fast überall auf.

Organisation und Tagesabläufe

Ein großer Teil des Jobs dreht sich um die Planung des täglichen Teamlebens:

  • Trainingszeiten
  • Meetings
  • Content-Termine 
  • Sponsor-Verpflichtungen
  • Medienanfragen

Der Esport-Team-Manager plant Zeitabläufe, behält den Überblick über Termine und stellt sicher, dass Spieler und Staff jederzeit wissen, was ansteht.

Koordination zwischen Spielern, Coaches und Management

Der Esport-Manager fungiert als Bindeglied zwischen verschiedenen Ebenen der Organisation: Spielern, Coaching-Staff, Management, manchmal auch Partnern und Ligen. 

Er gibt Informationen weiter, holt Feedback ein und sorgt dafür, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind. Diese Schnittstellenrolle ist zentral für funktionierende Teamabläufe.

Planung von Scrims, Events und Reisen

Scrims müssen organisiert, angefragt und terminiert werden. Gleiches gilt für Turniere, Bootcamps oder Offline-Events. 

Hinzu kommt die Reiseplanung:

  • Flüge
  • Unterkünfte
  • Transfers
  • Visa
  • Zeitplanung vor Ort

Viele Esport-Manager verbringen einen Teil ihrer Arbeit damit, Logistik zu klären und Probleme frühzeitig zu lösen.

Community- oder Markenkommunikation

In kleineren Organisationen übernehmen Esport-Manager oft auch Teile der externen Kommunikation.

Sie antworten auf Anfragen, koordinieren Social-Media-Themen mit dem Content-Team oder stehen Fans und Partnern als Ansprechpartner zur Verfügung. 

Dabei geht es weniger um kreative Kampagnen, sondern um verlässliche, professionelle Kommunikation.

Budgetplanung

Nicht jeder Esport-Manager verantwortet direkt Budgets, aber ein Grundverständnis für Kosten, Reisekalkulation oder Ausgabenplanung gehört fast immer dazu. 

Oft arbeiten sie mit einem vorgegebenen Budgetrahmen und müssen darauf achten, dass Reisen, Unterkünfte oder Eventkosten im Rahmen bleiben.

Administrative Aufgaben

Dazu zählen zum Beispiel:

  • das Pflegen von Dokumenten
  • das Einreichen von Spielerinformationen bei Ligen
  • das Ausfüllen von Formularen
  • das Überwachen von Fristen
  • das Koordinieren von Verträgen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung

Es sind häufig unsichtbare, aber entscheidende Aufgaben, damit Teams überhaupt spielberechtigt sind und reibungslos an Wettbewerben teilnehmen können.

Skills und Anforderungen

Für eine Esport-Management-Karriere ist weniger entscheidend, wie gut du selbst spielst.

Wichtiger ist, wie gut du organisierst, kommunizierst und mit Drucksituationen umgehst.

Organisation

Ein Esport-Manager jongliert parallel mit:

  • Trainingsplänen
  • Turnierzeiten
  • Content-Terminen
  • Sponsorenanforderungen
  • Reisen

Ohne strukturiertes Arbeiten wird es schnell unübersichtlich. Tools wie Kalender, Projektmanagement-Software oder Checklisten gehören zum Alltag, ebenso wie die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen.

Kommunikation

Du stehst im ständigen Austausch mit:

  • Spielern
  • Coaches
  • Management
  • Veranstaltern
  • Partnern oder Medien

Klare, respektvolle und zuverlässige Kommunikation ist entscheidend dafür, dass Abläufe funktionieren und Missverständnisse vermieden werden. Dazu gehört auch, in Stresssituationen ruhig und lösungsorientiert zu bleiben.

Krisenmanagement

Matches verschieben sich, Flüge fallen aus, ein Spieler wird krank: In einer dynamischen Branche wie dem Esport ist Unvorhergesehenes eher die Regel als die Ausnahme.

Ein guter Esport-Manager behält in solchen Momenten den Überblick, denkt an Alternativen und trifft schnelle, pragmatische Entscheidungen.

Grundlagen von Marketing und PR

Du musst kein Vollzeit-Marketer sein, ein solides Grundverständnis für Markenauftritte, Sponsoring und Partnererwartungen im Esport ist jedoch hilfreich.

Gerade in kleineren Teams überschneiden sich Esport-Team-Manager-Aufgaben oft mit Content- oder Kommunikations-Themen.

Wie praxisnahe Ausbildung in solchen Bereichen aussehen kann, zeigt der ESI-Artikel MTSU startet Esports-Schwerpunkte für Creator und Coaches

Eventkoordination

Viele Höhepunkte im Esport finden bei:

  • Turnieren
  • Bootcamps
  • Showmatches

statt. 

Ein Gefühl für Eventabläufe, beteiligte Rollen und erforderliche Vorlaufzeiten hilft enorm.

Eventkoordination bedeutet, unterschiedliche Parteien zusammenzubringen und dafür zu sorgen, dass der Ablauf am Tag X funktioniert.

Teamführung

Auch wenn du nicht die sportliche Führung übernimmst, trägst du als Esport-Manager Verantwortung für das Arbeitsumfeld des Teams. 

Dazu gehören klare Abläufe, verlässliche Absprachen und ein respektvoller Umgangston. Gerade in kleineren Organisationen bist du dabei oft Vertrauensperson, Organisator und gelegentlich auch Konfliktlöser in einer Rolle.

Wie wird man Esport-Manager?

Es gibt keinen klassischen Ausbildungsweg, der direkt zu einem Job als Esport-Manager führt. Stattdessen ist der Beruf stark von Quereinsteigern geprägt, die Erfahrung aus anderen Bereichen mitbringen und diese in die Esport-Branche übertragen.

Weiterführende Orientierung für Quereinsteiger und Karrierewege im Esport findest du im ESI-Karriereleitfaden Einstieg in die Esports-Branche.

Studium

Ein Studium kann hilfreich sein, ist aber keine Pflicht. Beliebte Studienrichtungen sind zum Beispiel Sportmanagement, BWL, Medien, Marketing oder Event-Management.

Sie vermitteln Grundlagen, die im Esport-Management gut einsetzbar sind – etwa Projektplanung, Sponsoring, Kommunikation oder Organisationsstrukturen.

Praktika bei Teams oder Organisationen

Praktika sind ein sehr direkter Weg in den Alltag von Esport-Teams. Hier sammelst du praktische Erfahrung, knüpfst Kontakte und lernst, wie Abläufe hinter den Kulissen tatsächlich funktionieren.

Viele Esport-Manager haben als Praktikant oder Werkstudent begonnen.

Community-Erfahrung

Auch ehrenamtliche Tätigkeiten in der Community können ein wichtiger Einstieg sein – von der Organisation von Amateurturnieren über Discord-Moderation bis hin zur Unterstützung bei lokalen LAN-Events oder ersten Aufgaben im Team-Management. 

Solche Erfahrungen zeigen, dass du Verantwortung übernehmen kannst und die Szene verstehst.

Einstieg über Junior- oder Volunteer-Rollen

Gerade in kleineren Teams oder aufstrebenden Organisationen gibt es oft Junior-Rollen oder Volunteer-Positionen im Bereich Esport-Team-Management.

Sie sind nicht immer hoch bezahlt, aber bieten die Chance, Verantwortung zu übernehmen und sich Schritt für Schritt in Richtung professioneller Esport-Manager zu entwickeln.

Wer hier zuverlässig arbeitet, kann sich gut für eine langfristige Esport-Management-Karriere empfehlen.

Karrierepfade

Die Position des Esport-Managers ist häufig ein Einstiegspunkt in breitere Managementstrukturen.

Je nach Organisation können Titel und Verantwortlichkeiten leicht variieren, die Grundstruktur bleibt jedoch ähnlich.

Für Gründer und Teammanager bietet auch unser ESI-Guide zum Thema Esport-Team gründen praxisnahe Einblicke.

Team Manager

Auf dieser Ebene liegt der Fokus stark auf dem täglichen Betrieb eines konkreten Teams: Planung von Scrims, Reisen, Turnieren, Kommunikation mit Liga-Veranstaltern und grundlegender administrativer Arbeit. 

Hier arbeitest du eng mit Spielern und Coaches zusammen und verantwortest den reibungslosen Teamalltag.

Operations Manager

Als Operations Manager arbeitest du für mehrere Teams oder ganze Bereiche und beschäftigst dich mit übergreifenden Abläufen, Prozessoptimierung und Ressourcenplanung.

Personalthemen kommen teilweise hinzu. Die Perspektive wird strategischer, der operative Anteil bleibt jedoch wichtig.

Head of Esports

Auf dieser Ebene geht es um die Gesamtverantwortung für den Esport-Bereich einer Organisation.

Ein Head of Esports definiert Strukturen, arbeitet eng mit Geschäftsführung, Sponsoren und Partnern zusammen, plant Budgets und trifft langfristige Entscheidungen zur Ausrichtung der Teams. 

Die operative Arbeit wird geringer, dafür steigt der Anteil an Strategie, Personalführung und externer Repräsentation.

Herausforderungen des Berufs

So spannend die Arbeit im Esport-Management ist, bringt sie auch Herausforderungen mit sich, die realistisch eingeplant werden sollten.

Hohe Reisetätigkeit

Gerade in Teams, die regelmäßig auf internationalen Turnieren spielen, ist Reisen ein fester Bestandteil des Jobs. 

Das kann aufregend sein, bedeutet aber auch:

  • unregelmäßige Arbeitszeiten
  • viel Zeit unterwegs
  • wenig klassische „9-to-5“-Struktur

Multitasking und parallele Projekte

Als Esport-Manager arbeitest du selten nur an einer Aufgabe. 

Typische parallele To-dos sind:

  • Reisen planen
  • Nachrichten beantworten
  • Scrims koordinieren
  • Deadlines checken
  • spontane Probleme lösen

Wer sich leicht überfordert fühlt, wenn vieles gleichzeitig passiert, sollte überlegen, wie gut das zum eigenen Arbeitsstil passt.

Drucksituationen an Spieltagen

An Spieltagen muss vieles auf den Punkt funktionieren:

  • Technik
  • Pünktlichkeit
  • Kommunikation mit Veranstaltern
  • Vorbereitung der Spieler

Fehler oder Verzögerungen können direkten Einfluss auf die Performance des Teams haben. Das erzeugt Druck, mit dem man umgehen können sollte.

Arbeit in einem dynamischen Umfeld

Die Esport-Branche verändert sich schnell: neue Titel, neue Ligen, wechselnde Strukturen. Stabilität entwickelt sich oft erst mit der Zeit. 

Wer in dieser Branche tätig sein möchte, sollte Spaß an Veränderung haben und bereit sein, sich regelmäßig auf neue Rahmenbedingungen einzustellen.

Fazit

Ein Esport-Manager wirkt meist im Hintergrund, hat aber großen Einfluss auf den langfristigen Erfolg eines Teams. 

Die Tätigkeit verbindet Organisation, Kommunikation, Logistik und Menschenführung und richtet sich an alle, die lieber Strukturen schaffen als selbst im Rampenlicht zu stehen.

Es gibt keinen festgelegten Weg in diesen Beruf. Ob Studium, Praktika, Community-Projekte oder Junior-Rollen: Entscheidend ist, dass du Verantwortung übernimmst und verlässlich arbeitest. 

Ein echtes Interesse an Szene, Teams und Strukturen gehört ebenfalls dazu. Mit den richtigen Skills und etwas Geduld kann eine Esport-Management-Karriere ein vielseitiger, nachhaltiger Weg in die Branche sein.

FAQ

Was macht ein Esport-Manager genau?

Ein Esport-Manager strukturiert den Teamalltag, organisiert Trainings, Reisen und Turniere und übernimmt kommunikative sowie administrative Aufgaben. Als zentrale Ansprechperson verbindet er Spieler, Coaches, Management und externe Partner und hält die Abläufe zusammen.

Wie viel Erfahrung brauche ich?

Für den Einstieg genügen häufig Motivation, Organisationstalent und erste Community- oder Praktikumserfahrungen. Mit wachsender Verantwortung steigen die Anforderungen, etwa an Organisation, Projektmanagement oder Event-Erfahrung.

Was unterscheidet einen Manager von einem Coach?

Ein Esport-Coach ist für die sportliche Entwicklung, Taktik und In-Game-Performance verantwortlich. Der Esport-Manager kümmert sich um Organisation, Logistik, Kommunikation und Strukturen rund um das Team. Beide Rollen arbeiten eng zusammen, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Wie sieht ein Arbeitstag des Esport-Managers aus?

Ein typischer Tag kann aus Kalenderplanung, Abstimmung mit Spielern und Coaches, Kommunikation mit Veranstaltern, Organisation von Scrims, Reiseplanung, Meetings mit Management und dem Lösen spontaner Probleme bestehen. An Spieltagen verschiebt sich der Fokus stärker auf Ablauf, Timing und Betreuung des Teams vor Ort.

Josephine Prater

Redakteurin
Josephine verbindet ihre Leidenschaft fürs Schreiben mit ihrer Begeisterung für Games und Esport. Von Browsergames bis hin zu MMORPGs erkundet sie digitale Welten und schreibt bei ESI über Themen an der Schnittstelle von Gaming, Technologie und Community-Kultur.
Komplette Bio lesen
ESI Bewertungs System
Wir haben ein spezielles Bewertungssystem entwickelt, welches direkt zeigt, wie gut die einzelnen Glücksspielplattformen wirklich sind. Dank langjähriger Expertise wissen wir, welche Faktoren am wichtigsten sind und testen daher jede Plattform nach der gleichen Methodik. Hierbei bewerten wir jede Plattform anhand der folgenden Kriterien:
  • A-Tier (Silber) Hochwertige Websites, die ein erstklassiges Erlebnis bieten. Sie zeichnen sich durch starke Leistung, nützliche Funktionen und zuverlässigen Support aus. Sie sind fast perfekt.
  • B-Tier (Bronze) Solide Plattformen, die einen Blick wert sind. Sie sind sicher, machen Spaß und sind funktional, verfügen jedoch möglicherweise nicht über erweiterte Funktionen oder weisen kleinere Nachteile auf.
  • S-Tier (Gold) Die absolute Elite. Diese Anbieter gehen weit über den Standard hinaus und bieten lukrative Boni, lohnende Werbeaktionen, blitzschnelle Auszahlungen und insgesamt ein makelloses Erlebnis.
Weitere Informationen darüber, wie wir Glücksspielanbieter bewerten, findet man unter Wie wir Wett- und Casinoseiten bewerten.