Es war einer dieser Abende, an denen man sofort merkt, dass eine Community gewachsen ist. Die Magenta Facility von SK Gaming fühlte sich am 22. November nicht wie ein Eventraum an, sondern wie ein Treffpunkt für Menschen, die Gaming, Engagement und gute Energie ernst meinen. Und die Spendensumme spricht für sich: 16.263 Euro für Amnesty International – ein Wert, der die drei Events des Vorjahres mit einem einzigen Abend überholt.
Ein Abend, der sich größer anfühlte als die Zahlen
Das Publikum war ein Mix aus Creator-Szene, Presse, Politik und Industrie, über 120 geladene Gäste, und man merkte schnell, dass sich hier Menschen begegnen, die das Format inzwischen richtig feiern. Creators wie Verena, DeChangeman, Vicotryona, Dävid, Locolea und Luara mischten sich ganz selbstverständlich unter die Crowd, während NRW-Minister Nathanael Liminski auf der Bühne nebenbei bewies, dass Mario Kart für ihn kein Fremdwort ist.
Zwischen Speedruns auf Mario Kart und Crash Bandicoot, einem E-Sport-Quiz, Paneltalks mit Amnesty International und einer Charity-Auktion entstand ein Abend, der überraschend viel Raum für Gespräche hatte. Die Networking Lounge von mydealz und Shoop war länger voll als die Rennstrecke – und das sagt eigentlich alles über die Stimmung.
Partner, die das Event tragen – und ein Wettbewerb, der eskalierte
Dass das Event dieses Format überhaupt bekommt, liegt an den Partnern, die seit Jahren Vertrauen in Bisalina setzen. Amnesty International, mydealz, Shoop, eSportsONE, Prime League, SK Gaming, BIG und kicker eSport sorgten dafür, dass das Programm keine Lücke hatte und die Infrastruktur auch für größere Formate funktionierte.
Für viele war der Crash Bandicoot Preisgeldwettbewerb das heimliche Highlight. Dort setzte sich Pollak gegen 2.000 Teilnehmende durch und holte 5.000 Euro – ein Moment, der im Raum laut gefeiert wurde. Dazu passten die Worte von Bianca Himmelsbach, Teamlead Movementbuilding bei Amnesty International, die direkt nach dem Event sagte, dass Bisalina „nicht nur über 16.000 Euro gesammelt hat, sondern gezeigt hat, wie viel Gaming für Menschenrechte bewegen kann“.
Reichweite weit über den Saal hinaus – und ein Ausblick auf die gamescom LAN
Der Abend fand nicht nur vor Ort statt. Über 20 YouTube- und Twitch-Kanäle übertrugen live, erstmals ergänzt durch eSportsONE und Sportdigital im Pay-TV. Für viele, die nicht dabei sein konnten, tauchen die Highlights derzeit nach und nach auf dem Bisalina-YouTube-Kanal auf – ein guter Einstiegspunkt, um den Spirit des Events mitzunehmen.
Zum Abschluss kündigte Lucina Hum, die das Projekt seit zwei Jahren leitet, die nächsten Bisalina Speedruns im Rahmen der gamescom LAN an. Dort stehen 20 Plätze für drei Tage voller Speedrun-Herausforderungen bereit, buchbar mit dem Code „Bisalina“ auf Eventbrite. Und man merkte Lucina an, dass der Moment emotional ist – weil das Projekt längst größer wirkt als jede Spendenzahl. Ihre Worte klangen deshalb umso echter, als sie sagte, sie hätte nie gedacht, dass das Format einmal so viele Menschen für einen guten Zweck bewegen würde.
Bisalina Speedruns fühlt sich auch nach diesem Event weniger wie ein Charity-Projekt an und mehr wie ein kleines Stück gelebte Gaming-Kultur – mit einer Community, die jedes Jahr ein Stück lauter, sichtbarer und solidarischer wird.