Mobile Esports mischt sich gerade neu. BTK, das nordamerikanische Team rund um MobaZane, verlässt Mobile Legends: Bang Bang und setzt künftig auf Honor of Kings. Der Wechsel sorgt nicht nur für Schlagzeilen, sondern rückt auch eine größere Frage in den Fokus: Wie sehr verändert sich die Szene, wenn bekannte Namen neue Wege gehen?
Disqualifikation beim MSC 2025 – und ein klarer Cut
Anlass für den Bruch war die Disqualifikation beim MSC 2025. Einige Spieler von BTK hatten zuvor in einem HoK-Turnier mitgespielt, was laut MLBB-Regelwerk nicht erlaubt war. Die Folge: Ausschluss vom Turnier, keine Chance auf Preisgeld, keine Bühne für die eigene Leistung.
Für das Team war das der Punkt, an dem klar wurde: Weiterwarten bringt nichts. Statt sich in den nächsten Qualifier zu schleppen, setzte BTK auf einen Neustart – und entschied sich für das Spiel, das international gerade massiv Fahrt aufnimmt.
Honor of Kings wächst – auch außerhalb Chinas
HoK ist längst kein reines China-Phänomen mehr. Die Zuschauerzahlen steigen, neue Ligen entstehen in Nordamerika, Südamerika und Europa. Beim letzten Midseason Invitational lagen über drei Millionen Dollar im Preispool. Dazu kommt: Wer will, kann mitspielen. Das Open-Turnier-System erlaubt auch neuen Teams den Zugang – ganz ohne Invite oder Rangbarriere.
Gerade für westliche Organisationen wird HoK dadurch attraktiv. Und BTK? Die bringen nicht nur Erfahrung aus der MLBB-Szene mit, sondern auch eine stabile Fanbase und eingespielte Strukturen.
Ein Team, das sich kennt – und sich neu beweisen will
Im neuen Roster sind bekannte Gesichter dabei: MobaZane, FwydChickn, Hoon, ZIA, Shark und Bestplayer1. Einige von ihnen kennen sich seit Jahren, andere haben bereits erste HoK-Turniere gespielt oder gestreamt. Die Lernkurve ist da – aber auch die Bereitschaft, sich reinzuknien.
Besonders spannend: Das HoK-Draft-System funktioniert anders. Gebannte Helden bleiben für die ganze Serie raus, Spielweise und Meta unterscheiden sich deutlich von MLBB. Für BTK bedeutet das: Alles neu denken – von der Kommunikation bis zum Pick.
Was der Wechsel für die Szene bedeutet
BTKs Schritt könnte ein Startschuss sein – vor allem für die nordamerikanische Szene. Bisher dominieren asiatische Teams den Mobile-MOBA-Bereich. Dass jetzt ein etabliertes NA-Team den Sprung wagt, ist nicht nur ein Zeichen von Mut, sondern auch ein Weckruf an andere: Es gibt Alternativen. Und sie funktionieren.
Für Fans bedeutet das mehr Vielfalt. Für neue Talente mehr Chancen. Für die Szene: mehr Bewegung. Die globale Expansion von HoK ist in vollem Gange – und BTK ist früh dabei.
Frischer Start, neue Dynamik
Der Wechsel ist keine Flucht, sondern ein bewusst gesetzter Punkt. Weg von einer Szene, in der Regelauslegung Diskussionen auslöst – hin zu einem Spiel, das gerade ein neues Kapitel aufschlägt. Wie gut BTK sich in Honor of Kings schlagen wird, bleibt abzuwarten. Aber allein der Schritt zeigt: Mobile Esport ist in Bewegung. Und wer früh mitgeht, spielt vorne mit.