100 Thieves mischen endlich bei Game Changers mit – und das mit einem Roster, das sich sehen lassen kann. Der Einstieg in Riots Liga für Frauen und marginalisierte Geschlechter ist mehr als ein weiteres Esports-Projekt. Es ist ein klares Signal an die nordamerikanische Szene: Hier geht es um mehr als Siege. Hier geht es um Repräsentation, Struktur, Professionalität – und um Spielerinnen, die zeigen wollen, dass sie auf höchstem Niveau mithalten können.
Von Frog Womp zu 100 Thieves – ein Team im Aufwind
Das neue Lineup kommt nicht aus dem Nichts. Unter dem Namen Frog Womp sorgten die fünf Spielerinnen bereits in Stage 1 für Aufsehen. Jetzt geht’s unter dem Banner von 100 Thieves weiter – mit dem klaren Ziel, das Main Event zu erreichen und sich auf der internationalen Bühne zu beweisen.
Angeführt wird das Team von Lydia ‘lidyuh’ Wilson, die schon länger in der Szene aktiv ist und 100T bereits als Creatorin vertreten hat. Jetzt steht sie als IGL auf dem Server – neben Spielerinnen wie Jasmine ‘Jazzyk1ns’ Manankil, die unter anderem bei Cloud9 White und FlyQuest RED gespielt hat. Mit marceline, melya und Slandy steht ein vielseitiges, flexibles Roster, das sich nicht scheut, neue Wege zu gehen.
Coaching, Struktur – und der Blick nach vorn
Im Hintergrund sorgt Head Coach Abdo ‘c4Lypso’ Agha für den nötigen taktischen Rahmen. Unterstützt wird er von Anthony ‘thattree’ Duran, der das Training ergänzt und die Entwicklung des Teams begleitet. Gerade im Game Changers Circuit, wo viele Teams noch im Aufbau sind, ist ein klarer Coaching-Plan ein entscheidender Vorteil.
Die ersten Spiele liefen stark – 2:0, souverän, selbstbewusst. Jetzt warten Gegner wie Shopify Rebellion Gold. Die Messlatte ist hoch. Aber das Potenzial ist da.
Game Changers als Bühne für neue Vorbilder
Seit 2021 schafft Riot mit Game Changers gezielt Raum für Spielerinnen und marginalisierte Geschlechter. Die Liga ist längst mehr als ein Nebenprojekt. Sie ist Sprungbrett, Plattform, Repräsentationsfläche. Und sie wird ernst genommen. Regionaler Wettbewerb, Swiss Stage, Double Elimination im Main Event – wer hier gewinnt, muss liefern.
100 Thieves steigen nicht ein, um mitzumachen. Sie wollen mitmischen. Und vielleicht auch mitprägen, was es bedeutet, in dieser Szene ernst genommen zu werden – nicht trotz, sondern wegen der Vielfalt im Team.
Die Saison ist noch jung, aber die Richtung stimmt. Und wer 100T kennt, weiß: Wenn sie einsteigen, dann mit dem Ziel, ganz oben mitzuspielen. Vielleicht nicht morgen – aber ganz sicher nicht irgendwann.